Europarat
Lernende für eine demokratische Zukunft befähigen
Am 23. Januar 2025 begann in Straßburg eine Konferenz im Rahmen des Europäischen Jahres der Erziehung zur digitalen Staatsbürgerschaft. Ziel war, die Integration digitaler Staatsbürgerschaft in Bildungssysteme zu fördern und die Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Fachleuten und Zivilgesellschaft zu stärken.
05.02.2025
Am 23. Januar 2025 hat in Straßburg eine zweitägige Konferenz begonnen, die im Rahmen des Europäischen Jahres der Erziehung zur digitalen Staatsbürgerschaft organisiert wurde. Die Veranstaltung, an der politisch Verantwortliche, pädagogische Fachkräfte, Sachverständige und andere Interessengruppen aus ganz Europa teilnehmen, zielt darauf ab, die Erziehung zur digitalen Staatsbürgerschaft und ihre Integration in die allgemeine und berufliche Bildung zu fördern. Die Konferenz „Eine demokratische Zukunft für alle Lernenden“ soll dem Europäischen Jahr 2025 einen Impuls verleihen, indem sie seine Ziele und Aktivitäten vorstellt und gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Fachpersonen aus dem Bildungsbereich und der Zivilgesellschaft unterstützt.
Die Bedeutung der Stärkung der Selbstbestimmung junger Menschen
In ihrer Eröffnungsrede betonte Elizabeth Milovidov, Professorin für Rechtswissenschaften und Expertin für digitale Elternschaft, die sich auf den Schutz von Kindern im Internet spezialisiert hat, dass es von entscheidender Bedeutung sei, Lernende aller Altersgruppen mit den Fähigkeiten und dem Wissen auszustatten, die sie benötigen, um sich verantwortungsvoll in der digitalen Welt zu bewegen.
„Alle Menschen in Europa können dafür gerüstet werden, Demokratie, Menschenrechte und Inklusion im Netz zu schützen, und wir müssen die transformative Kraft der Bildung nutzen, um eine bessere digitale Zukunft für alle zu gestalten“,
erklärte sie und unterstrich die dringende Notwendigkeit, die Bemühungen zur Integration der digitalen Staatsbürgerschaft in die Lehrpläne in ganz Europa zu intensivieren.
Die Notwendigkeit nationaler Anstrengungen, um die Erziehung zur digitalen Staatsbürgerschaft voranzutreiben
Auf der Konferenz wurden die Ergebnisse der Überprüfung der Umsetzung der Empfehlung über die Erziehung zur digitalen Staatsbürgerschaft vorgestellt. Dabei wurden bewährte Praktiken in den Mitgliedsstaaten des Europarates hervorgehoben und die nächsten Schritte zur Verbesserung auf diesem Gebiet auf dem gesamten Kontinent beschrieben. Die Studie ergab, dass es zwar mehrere europäische und internationale Rahmenwerke zur Förderung der Erziehung zur digitalen Staatsbürgerschaft gibt, diese Grundsätze aber weiterhin nur begrenzt in die nationale Politik einfließen. Lediglich fünf Mitgliedsstaaten des Europarates (Belgien, Frankreich, Island, Malta und die Republik Moldau) nehmen in ihren politischen Dokumenten und Lehrplänen explizit Bezug auf diese Empfehlung. Viele andere Länder haben jedoch verwandte Themen wie Digital- und Medienkompetenz sowie Online-Sicherheit in allgemeinere nationale Strategien und Aktionspläne aufgenommen. (weiter)
Weitere Informationen
Konzept des Europarates für die Erziehung zur digitalen Staatsbürgerschaft [EN]
Website des Europäischen Jahres der Erziehung zur digitalen Staatsbürgerschaft [EN]
Quelle: Europarat vom 23.01.2025
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