Nordrhein-Westfalen
Landesregierung verlängert Förderung der Regionalstellen für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt
Die Landesregierung setzt sich weiter konsequent und überregional für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt ein. Einen wichtigen Beitrag dafür leisten die Regionalstellen der Landesfachstelle für Prävention sexualisierte Gewalt. Das Kinder- und Jugendministerium hat die Förderung der Regionalstellen jetzt um drei weitere Jahre verlängert.
05.09.2025
Kinder- und Jugendministerin Josefine Paul:
„Alle Kinder und Jugendlichen haben das Recht auf Schutz vor sexualisierter Gewalt. Daran arbeiten wir in Nordrhein-Westfalen sehr konsequent. Mit dem Landeskinderschutzgesetz haben wir das bundesweit stärkste Gesetz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor jeder Form von Gewalt. Darüber hinaus stärken wir die örtlichen und regionalen Strukturen zu Schutz, Beratung und Unterstützung, insbesondere mit Blick auf die Etablierung von Kinderschutzkonzepten in allen Bereichen, wo Kinder und Jugendliche sich regelmäßig aufhalten. Ich freue mich daher sehr, dass sich die Regionalstellen in den vergangenen drei Jahren in den Regierungsbezirken hervorragend etabliert haben und sich zu anerkannten Partnern in den Regionen entwickelt haben. Deshalb ist es mir sehr wichtig, dass wir diese wertvolle Unterstützung der freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe durch eine erneute dreijährige Förderung in Höhe von insgesamt jährlich rund 500.000 Euro weiterführen.“
Schwerpunktmäßig arbeiten die Regionalstellen aktuell unter anderem daran, Kinderschutzkonzepte zu entwickeln und umzusetzen, die in Angeboten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe Anwendung finden. Dafür führen die Regionalstellen Fortbildungsveranstaltungen und Fachtagungen durch, beraten Fachkräfte zu Maßnahmen der Prävention sexualisierter Gewalt, vernetzen sich mit regionalen Akteur*innen im Themenfeld und stellen unterstützende Materialien zur Verfügung.
Um die Prävention sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu stärken, hat das Kinder- und Jugendministerium vor fünf Jahren in Köln eine Landesfachstelle „Prävention sexualisierte Gewalt“ in Trägerschaft der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e.V. eingerichtet. Die Landesfachstelle bündelt das vorhandene Wissen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, vernetzt die landesweiten Akteure und unterstützt Fachkräfte durch Wissensvermittlung und Fortbildungen.
Mit dem Ziel, die regionale Verankerung und damit auch die Qualität im Bereich der Prävention, Intervention und Nachsorge von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu stärken, fördert das Kinder- und Jugendministerium zudem seit Juli 2022 Regionalstellen der Landesfachstelle jeweils in den Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster. Träger der Regionalstellen sind etablierte Beratungsstellen. Die Regionalstellen bieten eine breite, lokal verortete Unterstützung der Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe bei der Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt.
Die Landesregierung legt darüber hinaus jährlich einen Umsetzungsbericht zum Handlungs- und Maßnahmenkonzept gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen vor. Der Bericht dokumentiert die intensive, ressortübergreifende Arbeit der Landesregierung in diesem Bereich.
Weitere Informationen
Der vierte Bericht zur Umsetzung und Fortschreibung des Handlungs- und Maßnahmenkonzepts (PDF: 2,2 MB)
Quelle: Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen vom 29.08.2025
Termine zum Thema
-
14.09.2026
Basisschulung - Kinderschutz & Kindeswohlgefährdung
-
29.09.2026
Mobbing erkennen und handeln
-
05.10.2026
Basisschulung - Kinderschutz & Kindeswohlgefährdung
-
17.11.2026
Basisschulung - Kinderschutz & Kindeswohlgefährdung
-
10.02.2027
Fortbildung zur Fachkraft für Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt
Materialien zum Thema
-
Studie
Abbruchrisiken in der Kinderpflege- und Erzieher*innenausbildung. Studie zu institutionellen und individuellen Einflussfaktoren in NRW
-
Anleitung / Arbeitshilfe
Partizipation und Prävention ‒ Gemeinsam Kinderschutz stärken
-
Broschüre
Pädagogischer Umgang mit Rechtsextremismus
-
Anleitung / Arbeitshilfe
Snackbox Energie für Demokratie – Medienbildung, die stärkt
-
Podcast
Podcast: Was ist FFIPS? Und warum?
Projekte zum Thema
-
Kindersprachbrücke Jena e.V.
PARTS - Programm zur Förderung von Akzeptanz, Respekt, Toleranz und sozialer Kompetenz
-
MUTPraxis
Traumapädagogische Stabilisierung und psychosoziale Prävention im pädagogischen Alltag (MUTPraxis)
-
N.I.N.A. e. V.
Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch
-
Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
„Kinderschutz im Saarland“ – bundesweite E-Learning-Angebote für Fachkräfte und Ehrenamtliche
-
Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention gegen Kindesmisshandlung, -vernachlässigung und sexualisierte Gewalt e.V.
Fortbildungsnetz sG - Datenbank für Fortbildungsangebote zu sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend
Institutionen zum Thema
-
Verband / Interessenvertretung
Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren e. V.
-
Fort-/Weiterbildungsanbieter
AMYNA e.V.
-
Fort-/Weiterbildungsanbieter
AMYNA e.V. - Schutz von Mädchen* und Jungen* vor sexueller Gewalt
-
Sonstige
GAMESHIFT / EDUCATION Y
-
Sonstige
Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e.V.