Sorgearbeit

Kinderreiche Familien fordern generationengerechte Reform der Rentenpolitik

Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD) fordert eine Reform der Rentenpolitik, die die Erziehungsleistung in Mehrkindfamilien anerkennt und Kindererziehung in der Rentenberechnung berücksichtigt. Die Forderungen der Bundesvorsitzenden des Verbands machen deutlich, was die Politik bis jetzt versäumt hat.

27.11.2025

Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD) appelliert an die Politik, die gesetzliche Rente endlich generationenverträglich zu gestalten und die Erziehungsleistung von Eltern, insbesondere in Mehrkindfamilien, gerecht zu honorieren.

„Die Rente kommt nicht aus der Steckdose – sie wird von denen erwirtschaftet, die heute in unseren Familien aufwachsen“, sagt Dr. Elisabeth Müller, Bundesvorsitzende des KRFD. „Wer Kinder großzieht, sichert das System. Diese Leistung muss sich in der Rente widerspiegeln.“

Bereits 2014 legte der Ökonom Prof. Martin Werding ein Modell mit einem Kinderfaktor in der Rentenformel vor. Es sieht vor, dass Eltern, die Kinder großziehen, rentenrechtlich besser gestellt werden, weil sie die Beitragszahler*innen von morgen heranwachsen lassen. „Liest man die damalige Studie, wird klar: Ein Jahrzehnt wurde wieder verschenkt – nichts ist passiert“, so Dr. Müller weiter.

Der Verband fordert daher:

  • Kindererziehung als systemrelevante Leistung in der Rentenformel verankern,
  • einen verbindlichen Kinderfaktor einführen,
  • und Rentengerechtigkeit für kinderreiche Familien schaffen.

Familienarbeit wird nicht ausreichend gewürdigt. Das können wir uns gesellschaftlich nicht länger leisten. Eine stabile, zukunftsfähige Rente braucht Familien. Die Vorsitzende apelliert: „Kinder und Rente gehören zusammen – sie sind zwei Seiten desselben Generationenvertrags“.

Über den Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.

Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD) ist im Jahr 2011 aus der Initiative engagierter kinderreicher Familien entstanden; vertritt 1,6 Millionen Mehrkindfamilien in Deutschland und setzt sich in Politik, Wirtschaft und Medien für ihre Interessen ein. Der Verband versteht sich als Netzwerk von Mehrkindfamilien, die sich untereinander unterstützen und die Öffentlichkeit für ihre Anliegen erreichen wollen. Der Verband ist konfessionell ungebunden und überparteilich.

Quelle: Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. vom 19.10.2025

Redaktion: Christin Jauch