Soziales Lernen

Kinder und Jugendliche brauchen Gemeinschaft – auch in Zeiten der Pandemie

Die Auswirkungen der Corona Pandemie auf das Leben von Kindern und Jugendlichen und der Beitrag, den das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) zum sozial-emotionalen Lernen leisten kann – darüber haben sich die baden-württembergische Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Theresa Schopper, die Vorsitzende des DJH Baden-Württemberg, Dr. Susanne Pacher und der Geschäftsführer Jörg Hoppenkamps ausgetauscht.

16.02.2022

Im Fokus des Besuchs der Umwelt Jugendherberge Bad Urach standen die Auswirkungen, die die Corona-Pandemie insbesondere auf das Leben von Kindern und Jugendlichen hat und der Beitrag, den das DJH durch seine umfangreichen Teambuilding- und Erlebnisangebote zur Persönlichkeitsentwicklung und sozial-emotionalen Stärkung von Kindern und Jugendlichen leisten kann.

Gerade in den letzten zwei schwierigen Jahren hat sich gezeigt, wie wichtig für die Gesellschaft Gemeinschaft, Beständigkeit und Werteorientierung sind. Themen, die die Arbeit des DJH Baden-Württemberg schon seit den letzten 100 Jahren prägen. Mit ihrem Besuch setzte die Ministerin ein Zeichen für die Bedeutung von Klassenfahrten und deren immensen Stellenwert im schulischen Alltag als wichtiger Bestandteil zur Stärkung der Klassengemeinschaft und des sozialen Miteinanders.

„Eine Klassenfahrt machen, dabei in einer Jugendherberge übernachten und die eigene Klasse, die eigenen Lehrkräfte auch einmal in einem anderen Setting zu erleben. Das ist eine Erfahrung, die unglaublich wichtig für die Kinder und Jugendlichen und auch für das soziale Miteinander in einer Klasse ist“, sagte Kultusministerin Theresa Schopper beim Besuch der Jugendherberge. Sie ergänzte: „Die Pandemie verhindert momentan, dass Kinder und Jugendliche diese Erfahrungen machen können. Sobald es aber wieder vertretbar ist, werden wir Klassenfahrten wieder ermöglichen, damit diese nachgeholt werden können.“

Kinder und Jugendliche brauchen gemeinsame Aktivitäten

Die Gesprächsteilnehmer/-innen stimmten überein, dass besonders Kinder und Jugendliche unter der anhaltenden Pandemiesituation leiden. Vor allem im Nachgang zu den Corona-bedingten Einschränkungen sind gemeinsame Aktivitäten unverzichtbar für die Klassengemeinschaft, die soziale Interaktion und das gemeinsame Lernen mit- und voneinander. Dies zeigt sich auch an der hohen Nachfrage beim vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“. Im Rahmen dieses Aktionsprogramms konnte das DJH Baden-Württemberg im vergangen Jahr 13 zusätzliche geförderte Kinderfreizeiten anbieten. Auch in 2022 wird es ein entsprechendes Zusatzangebot an geförderten Freizeiten geben, zudem beteiligt sich das DJH Baden-Württemberg am Programm des Kultusministeriums Baden-Württemberg „Lernen mit Rückenwind“.

Insbesondere das sozial-emotionale Lernen habe vor dem Hintergrund der Pandemie und der sozialen Kontaktbeschränkungen noch zusätzlich an Bedeutung gewonnen, hebt Dr. Susanne Pacher hervor. Denn Kinder und Jugendliche müssten „Gemeinschaft“ erst wieder lernen. Als Träger der Kinder- und Jugendhilfe, mit dem Fokus auf der Entwicklung und Förderung der sozial-emotionalen Kompetenzen, stärke das DJH die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen und damit auch das Gemeinschaftsgefühl – auch in Zeiten von Corona.

Förderung der Klassengemeinschaft auch während der Pandemie

Für das gemeinsame Erlebnis werden altersgerechte Programme angeboten, die den Kindern und Jugendlichen wieder ein Wir-Gefühl vermitteln. Durch die hohen Hygienestandards und die sich im laufenden Betrieb bewährten Hygienekonzepte ist der Gesundheitsschutz für Lehrkräfte sowie Schüler/-innen gewährleistet und die auf Corona angepassten Stornierungsmöglichkeiten bieten zudem die Möglichkeit einer risikofreien Buchung.

Das DJH Baden-Württemberg wird auch in Zukunft eng mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport zusammenarbeiten, damit seine bestehenden BNE-Angebote (Bildung für nachhaltige Entwicklung) um wirksame Bausteine mit einem Fokus auf sozial-emotionales Lernen, bewusste Ernährung und ökologische Nachhaltigkeit ergänzt werden können. Dabei wird auch ein Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit im regionalen Umfeld gelegt.

Nicht ohne Grund fand das Treffen in der Umwelt-Jugendherberge Bad Urach statt. In Zusammenarbeit mit dem Biosphärengebiet werden hier attraktive und wirksame Programm-Angebote entwickelt und umgesetzt. Diese Angebote stehen im Rahmen von Klassenfahrten oder auch als eintägige Programme für Schulklassen zur Verfügung. Ebenso können diese Angebote auch von Vereinen oder im Rahmen von Freizeiten genutzt werden.

Quelle: Deutsches Jugendherbergswerk vom 19.01.2022

Redaktion: Laura Burger

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