Nummer gegen Kummer
Anstieg des Beratungsbedarfs 2025
Die Jahresstatistik 2025 von „Nummer gegen Kummer“ zeigt einen Anstieg des Beratungsbedarfs auf über 124.500 Beratungen. Besonders psychische Probleme sind der häufigste Beratungsanlass bei jungen Menschen. Ratsuchende schätzen die niedrigschwellige, anonyme und persönliche Beratung durch qualifizierte Fachkräfte. Neben psychischen Belastungen werden familiäre Konflikte, Mobbing und Einsamkeit thematisiert.
17.04.2026
- Beratungsbedarf steigt: Über 124.500 Beratungen
- Psychische Probleme häufigster Beratungsanlass junger Menschen
Der Beratungsbedarf an den Angeboten von „Nummer gegen Kummer“ ist weiterhin hoch. Im vergangenen Jahr führten die Berater*innen ins gesamt 124.619 Beratungen mit Kindern, Jugendlichen und Eltern in schwierigen Lebenssituationen. Die Zahlen machen deutlich:
Niedrigschwellige, anonyme, persönliche Beratung – telefonisch und online – wird weiterhin intensiv genutzt.
Besonders deutlich zeigt sich die steigende Nachfrage in der Online-Beratung, die im Vergleich zum Vorjahr um 38 Prozent zulegte. Auch am Kinder- und Jugendtelefon sowie am Elterntelefon nahmen die Beratungen jeweils im Vergleich zum Vorjahr zu.
„Die Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, dass wir jungen Menschen aber auch Eltern und anderen Erziehenden weiterhin ein persönliches Beratungsangebot ermöglichen“, erklärt Gisela Wetzel-Willert, Vorstandsvorsitzende des Dachverbands „Nummer gegen Kummer“.
„Wer sich an uns wendet, trifft auf qualifizierte Berater*innen, die zuhören, ernst nehmen und unterstützen. Für viele ist genau diese Erfahrung der entscheidende Schritt, um den Mut zu finden erstmals über ihre Sorgen zu sprechen.“
Junge Ratsuchende berichten vermehrt von psychischen Problemen
Die aktuellen Themen der jungen Ratsuchenden machen deutlich, welche Herausforderungen sie beschäftigen. Psychische Probleme waren sowohl am Kinder- und Jugendtelefon als auch in der Online-Beratung im vergangenen Jahr das häufigste Thema. Daneben spielten familiäre Konflikte, Krankheit, Einsamkeit und auch Mobbing eine große Rolle. In der Online-Beratung wurden zudem häufiger selbstverlet
zendes Verhalten und Suizidalität thematisiert.
Eltern und andere Erziehende wandten sich insbesondere mit Fragen rund um Überforderung im Erziehungsalltag, Konflikte innerhalb der Familie oder Probleme in der Partnerschaft an die Berater*innen des Elterntelefons. Wie entlastend ein offenes Gespräch sein kann, zeigen auch Rückmeldungen von Ratsuchenden:
„Es tat wahnsinnig gut, mit jemandem zu reden, der mir einfach zugehört hat. Auch wenn ich gerade erst am Anfang bin und noch lang nicht alles in Ordnung ist, bin ich einen großen Schritt weitergekommen.“
Das Netzwerk „Nummer gegen Kummer“ bietet Kindern, Jugendlichen und Eltern bundesweit kostenlose und anonyme Beratung am Telefon sowie Online. Geschulte ehrenamtliche Berater*innen unterstützen Ratsuchende dabei, ihre Situation zu sortieren, neue Perspektiven zu entwickeln und eigene Ressourcen zu stärken. Unter Aktuelles | Statistiken von Nummer gegen Kummer veröffentlicht „Nummer gegen Kummer“ die ausführlichen Jahresstatistiken aller Beratungsangebote. In den beigefügten Fact Sheets sind die wichtigsten Zahlen und Entwicklungen im Jahr 2025 zusammengefasst.
Quelle: Nummer gegen Kummer e.V. vom 19.03.2026
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