Familienforschung

In Deutschland sind mehr als sieben von zehn Müttern erwerbstätig

Im Jahr 2009 waren in Deutschland 72% der 25- bis 49-jährigen Mütter mit mindestens einem im Haushalt lebenden Kind unter 25 Jahren erwerbstätig. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag Deutschland mit dieser Erwerbstätigenquote von Müttern im EU-Vergleich im Mittelfeld.

09.03.2011

Deutlich häufiger gingen Mütter in Slowenien (86%), in Litauen (79%) oder in den Niederlanden (79%) einer Arbeit nach. Zu den Ländern, in denen Mütter am seltensten erwerbstätig waren, zählten Malta (42%), Italien (55%) und Griechenland (60%).

Je mehr Kinder im Haushalt zu betreuen waren, desto seltener gingen Mütter einer Erwerbstätigkeit nach. In Deutschland waren 2009 mehr als drei Viertel (77%) der 25- bis 49-jährigen Mütter mit einem Kind berufstätig. Von den Müttern mit zwei im Haushalt lebenden Kindern gingen 72% arbeiten. Waren drei oder mehr Kinder im Haushalt zu betreuen, betrug die Erwerbstätigenquote der Mütter 53%.

Wie in Deutschland waren in allen anderen EU-Staaten Mütter mit drei oder mehr Kindern im Haushalt deutlich seltener erwerbstätig als Frauen mit einem oder zwei Kindern. Allerdings variierten auch bei den kinderreichen Müttern die Erwerbstätigenquoten stark: So arbeiteten etwa in Slowenien 80% der Mütter, in Ungarn und Malta waren es weniger als 40%.

Als erwerbstätig gelten sowohl teil- als auch vollzeitbeschäftigte Frauen und außerdem diejenigen, die zum Erhebungszeitpunkt zum Beispiel in Mutterschutz oder Elternzeit waren. Datengrundlage für den internationalen Vergleich ist die Arbeitskräfteerhebung der EU.

Herausgeber: Statistisches Bundesamt

 

Redaktion: Ilja Koschembar

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