Jugendhilfe Eröffnung
In Bayern wird der ländliche Raum gestärkt und erhalten
Die Bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf eröffnete die neue Dienststelle des Zentrum Bayern Familie und Soziales - Bayerischen Landesjugendamts (ZBFS-BLJA) in Schwandorf, wo künftig 25 Mitarbeiter*innen die Kinder- und Jugendhilfe stärken. Damit setzt Bayern seine Heimatstrategie um und fördert den ländlichen Raum.
20.10.2025
Die Bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf hat mit dem Präsidenten der Landesbehörde Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS), Dr. Norbert Kollmer, die neue Dienststelle des Bayerischen Landesjugendamtes (ZBFS-BLJA) in Schwandorf eröffnet. Das Bayerische Landesjugendamt ist der überörtliche Träger der Kinder- und Jugendhilfe, der die lokalen Jugendämter und freie Träger berät, unterstützt und die Qualität der Jugendhilfe weiterentwickelt.
Scharf misst dem Umzug große Bedeutung bei: „Die Eröffnung der Dienststelle in der Oberpfalz ist ein weiterer Meilenstein in der erfolgreichen und nachhaltigen Heimatstrategie der Bayerischen Staatsregierung. Unser Ziel ist, Arbeitsplätze in Behörden dort anzusiedeln, wo die Menschen wohnen und leben.“ Die bisherige Bilanz sei beachtlich, so Scharf weiter: „In den vergangenen Jahren haben wir 80 Behörden und staatliche Einrichtungen in alle Regierungsbezirke verlagert – und mit ihnen 5200 Arbeits- und 1330 Studienplätze.“ Allein in der Oberpfalz seien es zwölf Behörden mit 674 Beschäftigten. Weiter erinnerte die Ministerin daran:
„Gleichwertige Lebensverhältnisse stehen in Bayern in der Verfassung. Sie sind unser Auftrag. Mit der Eröffnung des Bayerischen Landesjugendamtes in Schwandorf leisten wir einen weiteren Beitrag, den ländlichen Raum zu stärken. Alle Regionen Bayerns bleiben so gemeinsam stark und zukunftsfähig.“
Verlagerungen in der Oberpfalz fänden zudem nach Waldsassen, Windischeschenbach, Nabburg, Waldmünchen, Bad Kötzting, Amberg und Kemnath statt. Kollmer ergänzte:
„Das Konzept der Heimatstrategie passt zum Leitbild unserer Landesbehörde: Das ZBFS ist in allen Regierungsbezirken Bayerns für die Menschen mit nunmehr zehn Dienststellen vor Ort da. Wir freuen uns, dass unsere fachlich gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun auch von Schwandorf aus die wichtige Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe in Bayern mit Leben füllen.“
In der Schwandorfer Einrichtung, die dem ZBFS untersteht, sind künftig 25 Mitarbeiter*innen tätig. Schwerpunkte sind unter anderem die Kindertagespflege, die Feststellung beruflicher Qualifikationen von pädagogischem Personal in Kindertageseinrichtungen und die Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS). Weitere Teams, etwa das für Hilfen zur Erziehung und der Zentralen Adoptionsstelle, arbeiten ortsübergreifend aus München und Schwandorf. Dabei sind die Kolleg*innen mit Themenschwerpunkten Koordinierende Kinderschutzstellen (KoKi) bzw. Landesheimrat und Partizipation am neuen Dienstort tätig.
Die Entscheidung für den Standort Schwandorf fiel bereits im März 2015. Im September 2017 wurde der Kaufvertrag für das Baugrundstück unterzeichnet. Im Sommer 2020 stellte der Bayerische Landtag 8,4 Millionen Euro für den Bau bereit. Der Spatenstich erfolgte im Sommer 2022. Bereits im Mai 2025 bezogen die Beschäftigen ihre Büros im neuen BLJA Schwandorf.
Ihnen dankte Ministerin Scharf für ihr Engagement:
„Kinder und Jugendliche sind unser größter Schatz – sie sind unsere Zukunft. Mir ist es wichtig, dass Familien die Hilfe bekommen, die sie benötigen. Genau das gewährleisten die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bayerischen Landesjugendamt. Danke, dass Sie sich um das Wohl unserer Jüngsten und ihrer Familie kümmern. So bleibt Bayern gemeinsam stark.“
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales 06.10.2025
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