Qualifizierung

„Gut zusammenarbeiten!“ – Qualifizierungsreihe für Haupt- und Ehrenamtliche in Rheinland-Pfalz

Zwei Arme greifen ineinander

Die rheinland-pfälzische Weiterbildungsreihe fördert den Austausch zwischen ehrenamtlich und hauptamtlich engagierten Menschen im Sozialwesen über gegenseitige Erwartungen, Funktionen und Strukturen. Ziel ist es, eine Beziehung auf Augenhöhe zu schaffen und den konstruktiven Umgang mit schwierigen Situationen sowie die Kommunikation untereinander zu verbessern.

27.02.2018

Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler übergab am 26. Februar den Absolventinnen und Absolventen der zweiten Runde der Qualifizierungsreihe „Gut zusammen arbeiten“ zum feierlichen Abschluss ihre Zertifikate. „Die Zusammenarbeit von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen braucht Qualifizierung, Empathie, Zeit und gegenseitiges Verständnis“, so Bätzing-Lichtenthäler. „Die erfolgreiche rheinland-pfälzische Weiterbildungsreihe, in der Ehrenamtliche und Hauptamtliche gemeinsam und voneinander lernen, bringt beide in den offenen Austausch über gegenseitige Erwartungen, über Funktionen und Strukturen. Sie schafft so eine Beziehung auf Augenhöhe, die die jeweilige Rolle des anderen anerkennt und die selbstverantwortliche Gestaltung der Arbeit von Ehrenamtlichen fördert.“

Freiwillig und hauptamtlich Engagierte aus dem Sozialwesen

An der Weiterbildungsreihe nahmen freiwillig und hauptamtlich Engagierte aus unterschiedlichen Institutionen im Sozialwesen teil, zum Beispiel aus Bürgergemeinschaften, Familienbildungsstätten, Mehrgenerationenhäusern und Häusern der Familie, Verwaltungen, Seniorenprojekten, Pflegediensten und Pflegeeinrichtungen und aus der Flüchtlingshilfe.

Kommunikation zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen

Der Bedarf an Austausch und Vernetzung untereinander in der Qualifizierungsreihe war groß, beispielsweise in Bezug auf den konstruktiven Umgang mit schwierigen Situationen und in der Kommunikation zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildungsreihe gewannen die Erkenntnis, dass sie die Anforderungen an ihre Rolle als haupt- oder ehrenamtlich Tätige in einer sozialen Institution bislang unterschätzt haben. Ein Hauptamtlicher berichtete, dass ihm bewusst geworden ist, welch große Verantwortung sie mit der Begleitung von Ehrenamtlichen tragen, damit diese wiederum ihre zum Teil sehr anspruchsvollen Aufgaben, zum Beispiel in der ehrenamtlichen Begleitung von Flüchtlingen, gut erledigen können.

Kaum entsprechende Angebote

Die Hauptamtlichen sahen ebenfalls ein großes Potenzial in der Fortbildung, da es bisher kaum entsprechende Ausbildungs- oder Qualifizierungsmöglichkeiten gibt, die auf die Begleitung von Ehrenamtlichen als ein Bestandteil der beruflichen Rolle im sozialen Bereich vorbereiten. Eine Teilnehmerin nahm als Erkenntnis mit, dass Haupt- und Ehrenamtliche nicht nur aufeinander angewiesen sind, sondern ein enormes Potential und „Kraft“ in diesem Zusammenwirken steckt.

Über die Qualifizierungsreihe

Die Qualifizierungsreihe wird vom Sozialpädagogischen Fortbildungszentrum (SPFZ) des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung in Kooperation mit dem Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gemeinnützige GmbH (ism) umgesetzt und vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie finanziell gefördert.

Interessierte für die 3. Kursreihe ab 2019 können sich an folgende Ansprechpartnerinnen wenden:

Ansprechpartnerin im ism: Nicolle Kügler, Telefon 06131/24041-24, E-Mail: nicolle.kuegler(at)ism-mz.de
Ansprechpartnerin im SPFZ: Karin Klein-Dessoy, Telefon 06131/967-131; E-Mail: klein-dessoy.karin(at)lsjv.rlp.de

Quelle: Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz vom 26.02.2018

Redaktion: Melanie Welters

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