Gender

GEW: "Schule muss bei Gewaltprävention Schule machen"

"Lehrerinnen und Lehrer müssen in die Lage versetzt werden, in der Schule besser mit Gewalt gegen Frauen, der diese im häuslichen Bereich ausgesetzt sind, umzugehen", forderte Anne Jenter am Mittwoch anlässlich des "Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen". Jenter ist bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) als Vorstandsmitglied für Frauenpolitik verantwortlich.

25.11.2009

"Wenn der Verdacht häuslicher Gewalt besteht, dürfen Lehrkräfte nicht allein gelassen werden. Die Kultusministerien müssen mit qualifizierten Fortbildungs- und Supervisionsangeboten für mehr Handlungskompetenz in Fällen häuslicher Gewalt gegen Frauen sorgen. Zudem brauchen die Schulen dringend flächendeckend schulpsychologische Beratungsstellen und Präventionsprogramme für eine bessere Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe."

Die Lernbedingungen verbesserten sich, wenn die Kultusministerkonferenz (KMK) sich effektiver als in der Vergangenheit durch qualifizierte Präventionsmaßnahmen für den Schutz von Frauen einsetzen, sagte Jenter. Häusliche Gewalt gegen Frauen könne in der Schule zu Verhaltenauffälligkeiten wie Lernstörungen, Konzentrationsschwächen oder Vertrauensverlust, aber auch zu Reizbarkeit, Aggressivität und Traurigkeit führen. Deshalb sollte sich Schule schnell Unterstützung holen können: bei für Gewaltprävention ausgebildeten Schulpsychologen und Fachleuten in den Jugendämtern.

Schulen selbst könnten zum Schutz der Frauen vor Gewalt beitragen, etwa "mit gezielten Präventionsmaßnahmen wie sie das innovative Berliner 'BIG Präventionsprojekt - Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe bei häuslicher Gewalt' anbietet", betonte Jenter.

Weitere Infos zum Thema bei "<link http: www.terre-des-femmes.de _blank external-link-new-window external link in new>Terre des Femmes".

Redaktion: Ilja Koschembar

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