Social Media
„Freiheit braucht Verantwortung“
Bayerns Jugendministerin Ulrike Scharf und Sabine Frank von Google diskutierten über Altersgrenzen für Social Media. Scharf fordert die standardmäßige Deaktivierung algorithmischer Empfehlungssysteme für Kinder und Jugendliche, um Suchtgefahren zu vermeiden. Sie betont, dass Freiheit durch Verantwortung begrenzt werden müsse.
30.03.2026
Bayerns Jugendministerin Ulrike Scharf hat sich mit Sabine Frank, Head of Governmental Affairs and Public Affairs bei Google D-A-CH, ausgetauscht. Im Mittelpunkt stand die aktuelle Debatte über Altersgrenzen für Social Media. Scharf betonte bei dem Gespräch:
„Ich fordere für Kinder und Jugendliche eine standardmäßige Deaktivierung algorithmischer Empfehlungssysteme, die Sucht erzeugen können. Freiheit braucht Schranken der Verantwortung. Das ist das Grundprinzip der sozialen Marktwirtschaft.“
Weiter erklärt die Ministerin:
„Die Anbieter müssen viel mehr tun, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Sie wissen sehr viel über das Nutzerverhalten und auch das Alter der User. Wer dieses Wissen für kommerzielle Zwecke nutzt, ist verpflichtet, es auch zum Schutz von jungen Menschen einzusetzen. Diese Selbstregulierung gegen Suchtverhalten und für den Jugendschutz darf nicht Gewinninteressen geopfert werden. Das ist effektiver als jedes staatliche Verbot. Technische Filter müssen verbessert und Eltern besser informiert werden. Unternehmen, Eltern und Staat müssen Hand in Hand zum Schutz der Kinder und Jugendlichen zusammenwirken.“
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales vom 11.03.2026
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