Bildungspolitik

DIHK-Präsident: Frühzeitige und gute Berufsorientierung ist wichtig

2011 wurden nach Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung 24,4 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse in Deutschland vorzeitig beendet. Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), glaubt, dass die Quote deutlich geringer sein könnte.

25.01.2013

Für die Industrie- und Handelskammern (IHKs) ist das Bild ohnehin ein wenig freundlicher: In der dualen Ausbildung für die IHK-Berufe lägen die Abbrecherquoten bei durchschnittlich 23 Prozent, sagte Driftmann der Tageszeitung "Die Welt". Damit seien sie auch "niedriger als im Bereich der Hochschulen", betonte er.

Wenn Azubis vor dem Abschluss das Handtuch werfen, hat das unterschiedliche Ursachen: "Oft ist einfach der Beruf falsch gewählt, manchmal passt die Chemie zwischen Ausbilder und Jugendlichen nicht, oder die Entfernung zum Betrieb wird auf Dauer zum Problem", skizzierte der DIHK-Präsident einige der Gründe.

"In vielen Fällen setzen die jungen Leute dann ihre Ausbildung aber bei einem anderen Betrieb oder in einem anderen Beruf fort", relativierte Driftmann die Relevanz der Quote, und er verwies darauf, dass die IHKs bei diesem Wechsel helfen. Denn: "Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels setzt die Wirtschaft sich dafür ein, diesen jungen Menschen in einer zweiten Runde doch einen Abschluss im dualen System zu ermöglichen."

Positiv wirke sich eine frühzeitige und gute Berufsorientierung aus: "Wer weiß, was er will und kann, der trifft auch leichter die Entscheidung für den richtigen Beruf", so Driftmann. Er warb in diesem Zusammenhang für die IHK-Lehrstellenbörse unter der Adresse <link http: www.ihk-lehrstellenboerse.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.ihk-lehrstellenboerse.de, die Jugendliche auch über die vielfältigen Berufsbilder informiert.

"Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Initiativen, die dem Abbruch der dualen Berufsausbildung entgegenwirken", betonte der DIHK-Präsident. "So vermitteln wir zum Beispiel bei Bedarf berufs- und lebenserfahrene Senioren auf ehrenamtlicher Basis, die Jugendlichen als Vertrauensperson zur Seite stehen."

Quelle: DIHK vom 25.01.2013

Redaktion: Anneli Starzinger

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