Bayern
Digital Streetwork Bayern-über 10.000 Kontakte mit jungen Menschen
Nach über zwei Jahren des Projekts Digital Streetwork zieht der BJR eine positive Zwischenbilanz. Die Kontakt- und Beratungszahlen belegen eindrücklich, dass Digital Streetwork in der bayerischen Jugendhilfe bereits ein fest verankertes Angebot ist und eine unverzichtbare Rolle in der lebensweltnahen Unterstützung junger Menschen spielt.
09.01.2024
Seit Projektbeginn im September 2021 informierten sich rund 10.000 junge Menschen über das Angebot von Digital Streetwork. Hieraus ergaben sich rund 5.300 Beratungsgespräche. In 405 Fällen konnten Jugendliche mit komplexen Themen und Fragestellungen erfolgreich an spezialisierte Fachstellen vermittelt und/oder an weiterführende Hilfesysteme angebunden werden. Über alle Plattformen hinweg folgen mehr als 17.800 Personen den Accounts von Digital Streetwork, das Reddit-Subforum wurde über 106.000-mal aufgerufen.
Vielfältige Beratungsthemen: von Schule bis zu psychischer Belastung
Die Themen der Beratungsgespräche sind vielfältig, dennoch lassen sich im Gesamten deutliche Themenkomplexe benennen. So treten neben erwartbar jugendlichen Themen rund um die Bezugssysteme „Freundschaft und Familie“ sowie „Schule und Ausbildung“ mehrheitlich auch Beratungsanfragen, in denen es um psychische Belastung geht, häufiger auf. Diese reichen von Einsamkeit und dem dringlichen Wunsch wieder Anschluss zu finden, bis hin zu dauerhaften Stresszuständen und der Suche nach professioneller Unterstützung, z. B. durch Therapie.
„Digital Streetwork bietet eine professionelle, zeitgemäße und niederschwellige Anlaufstelle für Jugendliche und junge Erwachsene, die Unterstützung und Beratung in verschiedenen Lebensbereichen suchen. Dabei sprechen die statistischen Zahlen für sich: Digital Streetwork ist seit Beginn an ein Erfolgsprojekt“,
so BJR-Präsident Philipp Seitz. „Digital Streetwork erfreut sich ebenso weiterhin großer Aufmerksamkeit durch Presse, Fachwelt und Öffentlichkeit – auch international. So sind wir stolz, dieses Jahr als einziges deutsches Projekt für den European Social Services Award nominiert gewesen zu sein.“
Bayerns Jugendministerin Ulrike Scharf freut sich über den Erfolg des Projekts:
„Unsere Digitalen Streetworkerinnen und Streetworker leisten seit knapp zwei Jahren hervorragende Arbeit. Sie setzen sich täglich für unsere Jugendlichen ein und sind dort, wo die Jugendlichen sind – online! Die Digitalen Streetworkerinnen und Streetworker stehen kostenfrei, leicht zugänglich und beratend auf TikTok, Instagram & Co zur Verfügung. Wir unterstützen junge Menschen dort, wo sie sich tatsächlich aufhalten! Digital Streetwork ist ein echtes Erfolgsprojekt mit Vorbildcharakter!“
Digital Streetwork setzt mit dieser erfolgreichen Projektgeschichte ein klares Zeichen für die Relevanz digitaler Unterstützung in der Jugendberatung. Optimistisch geht der Blick in die Zukunft, in der das Projekt seine positive Wirkung auf junge Menschen weiter vertiefen und ausbauen wird.
Weitere Informationen:
Informationen zu Digital Streetwork Bayern: www.digital-streetwork-bayern.de
Quelle: Bayerischer Jugendring vom 21.12.2023
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