Kinder- und Jugendmedienschutz
Die Mehrheit der Eltern befürwortet Social-Media-Schutz für Kinder
Eine Mehrheit der Eltern wünscht Social-Media-Schutz für Kinder: Altersgrenze unter 13, begleitete Nutzung für 13-15-Jährige, altersangepasstes Design. Über 40% der Kinder zeigen riskantes Verhalten.
27.08.2026
Soll die Politik die Nutzung sozialer Kanäle für Kinder und Jugendliche reglementieren? Darüber wird weltweit debattiert; einzelne Länder haben bereits Maßnahmen ergriffen. Eine Studie des Deutschen Gesundheitsbarometers zeigt die Perspektive der Eltern: Die Mehrheit wünscht sich Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche wie etwa eine Altersuntergrenze für die Nutzung. „Eine verbindliche Altersbeschränkung könnte den sozialen Druck mindern, der dazu führt, dass Eltern entgegen ihrer Überzeugung ihren jungen Kindern erlauben, soziale Medien zu nutzen, weil deren Freunde dort auch aktiv sind“, meint Prof. Dr. Julia Brailovskaia vom Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit (FBZ) an der Ruhr-Universität Bochum. Daneben raten die Forschenden zu Unterstützungsmaßnahmen für besonders gefährdete Familien.
Das Wichtigste in Kürze
- 1.639 Elternteile wurden über die Social Media-Nutzung ihres ältesten Kindes befragt
- Über 40 Prozent der Kinder zeigen suchtähnliches oder riskantes Verhalten
- Mehr als drei Viertel der Kinder begannen mit unter 13 Jahren mit der Social Media-Nutzung
- Über 80 Prozent der Eltern wünschen sich ein altersangepasstes Design der Plattformen
- Zwei Drittel der Eltern befürworten ein generelles Social Media-Verbot unter 13
- Drei Viertel der Eltern möchten eine begleitete Nutzung für 13- bis 15-Jährige
- Die eigene Social Media-Nutzung der Eltern und die Ausprägung ihrer psychischen Gesundheit hängen positiv mit der Nutzung ihrer Kinder ein Jahr später zusammen.
Das deutsche Gesundheitsbarometer
Das deutsche Gesundheitsbarometer ist eine neue bundesweite Online-Plattform, die das seelische Befinden sowie den Lebensstil in Deutschland regelmäßig erfasst. Es ist ein Frühwarnsystem für die psychische Gesundheit und hilft, passgenaue Maßnahmen bedarfsorientiert zu entwickeln. Alle sind eingeladen mitzumachen und dazu beizutragen, die psychische Gesundheit in Deutschland besser zu verstehen und gemeinsam zu verbessern.
Quelle: DPT – DEUTSCHER PRÄVENTIONSTAG gemeinnützige Gesellschaft mbH vom 28.07.2026
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