Freiwilliges Engagement

Deutscher Städtetag erwartet positive Resonanz für Bundesfreiwilligendienst

Der Deutsche Städtetag rechnet damit, dass im Rahmen des neuen Bundesfreiwilligendienstes zahlreiche Bürgerinnen und Bürger für ein Engagement in städtischen Einsatzstellen gewonnen werden können.

30.06.2011

„Wir sind zuversichtlich, dass der Freiwilligendienst nach einer Anlaufphase sowohl bei den Städten als auch bei den Bürgerinnen und Bürgern auf gute Resonanz stoßen wird“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des kommunalen Spitzenverbandes, Dr. Stephan Articus, zum Start des neuen Dienstes am 1. Juli 2011.

Der Deutsche Städtetag wolle gemeinsam mit seinen Mitgliedsstädten dazu beitragen, dass der neue Dienst zu einem Erfolg wird. Der Verband werde eng mit der beim zuständigen Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben eingerichteten Zentralstelle zusammenarbeiten. Eine entsprechende Rahmenvereinbarung zwischen dem Bund und dem Deutschen Städtetag ist am 7. Juni 2011 unterzeichnet worden.

Weil vor Ort viele interessante Aufgabenbereiche für Freiwillige existieren oder neu hinzukommen, komme den Städten eine wichtige Rolle beim Aufbau des neuen Dienstes zu.  „Ob im Kulturbereich, in der Bildung,  im Sport, in der Jugendarbeit, der Behindertenhilfe, der Altenhilfe und der Pflege, im Krankenhaus, bei der Integration sowie im Zivil- und Katastrophenschutz – der Bundesfreiwilligendienst eröffnet interessierten Frauen und Männern aller Altersgruppen vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Es kommt nun in der Startphase des neuen Dienstes darauf an, diese Einsatzfelder für Freiwillige so attraktiv wie möglich zu entwickeln, damit sich viele Menschen für ein solches Engagement entscheiden“, so Articus.

Da der neue Freiwilligendienst im Gegensatz zum bisherigen verpflichtenden Zivildienst allein auf Freiwilligkeit basiere, handele es sich um einen völlig neuen Rahmen für das gemeinnützige Engagement. Im Hinblick auf Meldungen über eine bisher noch geringe Zahl von Interessenten für den neuen Dienst warnte Articus davor, den Bundesfreiwilligendienst vorschnell als Misserfolg zu diskreditieren. Nach Inkrafttreten des Gesetzes über den Bundesfreiwilligendienst im Mai 2011 blieb nur wenig Zeit, um mögliche Einsatzstellen aufzubauen und die Bürgerinnen und Bürger über die Möglichkeiten zu informieren, die der Bundesfreiwilligendienst ihnen bietet.

„Der völlig neue Charakter dieses rein freiwilligen Dienstes erfordert bei allen Beteiligten ein grundlegendes Umdenken“, betonte Articus. Beim Aufbau des Dienstes sollten deshalb nicht zuerst die Belange der Anbieter von Einsatzstellen im Vordergrund stehen. Vielmehr müsse herausgestellt werden, welch große Chance der Freiwilligendienst für Menschen eröffne, die sich für ein ehrenamtliches Engagement interessieren. „Gemeinnützig Engagierte gewinnen durch ihre Tätigkeit ein hohes Maß an Zufriedenheit. Und gerade für junge Menschen kann ein freiwilliges Engagement ein äußerst wichtiger Baustein für ihre Persönlichkeitsentwicklung und ihre beruflichen Perspektiven sein.“ Da ein Engagement im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes ausdrücklich Frauen und Männern aller Altersgruppen offen stehe, sei der Dienst darüber hinaus auch ein Beitrag, neue Impulse für das bürgerschaftliche Engagement zu setzen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Quelle: Deutscher Städtetag

Redaktion: Ilja Koschembar

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