Krieg gegen die Ukraine

Beratungsangebot – Plattform „Frühe Hilfen und Flucht“

Die Beratung von Familien, die aus der Ukraine geflüchtet sind, stellt Fachkräfte und freiwillig Engagierte in den Frühen Hilfen und ähnlichen Kontexten vor neue Herausforderungen. Damit sie schwangere Frauen sowie Mütter und ihre Kinder kompetent beraten, begleiten und versorgen können, erhalten sie auf der neuen Plattform „Frühe Hilfen und Flucht“ verschiedene Angebote.

28.11.2022

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine sind viele Menschen nach Deutschland geflüchtet, insbesondere Frauen und Kinder. Durch die Erlebnisse in ihrer Heimat und auf der Flucht sowie das Zerreißen der Familien und des sozialen Umfeldes sind sie psychosozial extrem belastet. Das Ankommen und ihr Aufenthalt in Deutschland sind zusätzlich von Unsicherheiten bestimmt.

Mit dem Ziel, psychische Belastungen bei Kindern und ihren Familien sowie bei freiwillig engagierten Personen frühzeitig zu erkennen und zu mindern, fördert das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) verschiedene Unterstützungsangebote. Alle Angebote sind kostenlos. Sie werden gefördert aus Mitteln der Bundesstiftung Frühe Hilfen.

Die „Plattform Frühe Hilfen und Flucht“ sowie deren Angebote werden schrittweise auf- und ausgebaut.     

Bisherige Angebote der Plattform

  • Digitale Sprechstunden: Jeden Donnerstag findet von 16 bis 18 Uhr eine digitale Sprechstunde statt zu ausgewählten Themen rund um psychosoziale Auswirkungen von Krieg und Flucht auf kleine Kinder. Nach Impulsvorträgen von Expertinnen und Experten können Fragen gestellt werden. Das Angebot ist frei zugänglich. Teilnehmen können Fachkräfte in den Frühen Hilfen und Freiwillige, die Familien mit kleinen Kindern beraten, versorgen oder im Alltag begleiten. Die Impulsvorträge stehen im Nachgang als Aufzeichnung zur Verfügung.
  • Individuelle und anlassbezogene Beratung: Zudem fördert das NZFH die Beratung durch Expertinnen und Experten. Fachkräfte und Freiwillige in den Frühen Hilfen können sich mit Fragen, die sich im Kontakt mit geflüchteten Familien ergeben, an die zur Verfügung stehenden Beratenden wenden. Die Anmeldung eines Beratungswunsches erfolgt zentral.
  • Telefon-Dolmetsch-Angebot: Ein kostenfreies telefonisches Dolmetsch-Angebot wendet sich an alle Fachkräfte in den Frühen Hilfen, wie Gesundheitsfachkräfte, Mitarbeitende in Schwangerschaftsberatungsstellen oder Hebammen. Insbesondere für Beratungsgespräche wird der Übersetzungsdienst in den Sprachen Ukrainisch, Russisch sowie Englisch angeboten.
  • Materialien zur Beratung von geflüchteten Familien: Informationen und Arbeitshilfen des NZFH, die Fachkräfte in den Frühen Hilfen für die Arbeit mit geflüchteten Familien aus der Ukraine gut gebrauchen können, sind hier zusammengestellt.
  • Gute Beispiele aus der Praxis: Viele Modelle und Ansätze, um Fachkräfte und Familien zu unterstützen, werden bereits umgesetzt. Informationen und weiterführende Links liefern Anregungen für Akteure in Kommunen und Netzwerken.
  • Fortbildungsangebote: Für Fachkräfte in den Frühen Hilfen, die mit geflüchteten Familien arbeiten, sowie für Gastfamilien, die Geflüchtete bei sich aufnehmen, werden unterschiedliche Fort- und Weiterbildungen angeboten, häufig als Online-Veranstaltungen.
  • Empfehlungen und FAQ: Empfehlungen und Antworten auf häufige Fragen mit ergänzenden Links, zum Beispiel zu weiterführenden Websites oder Publikationen, können Fachkräften, ehrenamtlich Tätigen und aufnehmenden Gastfamilien weiterhelfen.
  • Informationen für Familien aus der Ukraine: www.elternsein.info: Familien, die aus der Ukraine geflüchtet sind, können Angebote der Frühen Hilfen erhalten. Auf elternsein.info informiert das NZFH jetzt auch auf Ukrainisch, Russisch und Englisch über Frühe Hilfen.

Quelle: Nationales Zentrum für Frühe Hilfen (NZFH)

Redaktion: Silja Indolfo

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