Programmstart

Aufbau eines datenbasierten Bildungsmanagements in Kommunen

Eine Hand berührt zwei digitale transparente Bücher.

Zum Start des Bundesprogramms „Bildungskommunen“ betont Bildungsministerin Stark-Watzinger, dass alle Menschen die Chance erhalten sollen, ihre Bildungsziele zu verwirklichen. Erreicht werden soll dies durch den Aufbau eines datenbasierten Bildungsmanagements, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Das neue Programm adressiert alle Bildungsbereiche, von der Kinderbetreuung über das schulische und außerschulische Lernen bis zur Erwachsenenbildung.

24.01.2022

Ab sofort können sich Städte und Landkreise darum bewerben, im Rahmen des Programms „Bildungskommunen“ gefördert zu werden. Dieses Programm des „Europäischen Sozialfonds (ESF) Plus“ unterstützt Kommunen beim datenbasierten Bildungsmanagement – also bei der Erhebung und Auswertung von Daten und dem Aufbau von Koordinierungs- und Steuerungsstrukturen, um darauf aufbauend möglichst vielen Menschen passende Bildungsangebote machen zu können.

Dabei geht es um alle Lebensphasen, von der frühkindlichen Bildung über das schulische und außerschulische Lernen bis zur Weiterbildung im Erwachsenenalter. Zudem können die Kommunen eigene Themenschwerpunkte setzen: Fachkräftesicherung/Strukturwandel, Kulturelle Bildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Demokratiebildung/Politische Bildung, Integration und Inklusion.

„Bildung findet vor allem vor Ort statt. In den Städten und Landkreisen existiert eine vielfältige Landschaft aus den unterschiedlichsten Bildungsangeboten. Den Kommunen kommt dabei eine zentrale Funktion zu. Mit dem Programm ‚Bildungskommunen‘ unterstützen wir sie dabei, ein datenbasiertes Bildungsmanagement aufzubauen oder weiterzuentwickeln. Auch eine digital-analoge Vernetzung der Bildungsakteure vor Ort ist vorgesehen. Damit wollen wir dazu beitragen, dass alle Menschen die Chance erhalten, ihre individuellen Bildungsziele zu verwirklichen. Und wir setzen einen starken Akzent für eine kooperative und sachliche Zusammenarbeit im Bildungsföderalismus.“

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger

Hintergrund zum Programm

Das BMBF stärkt seit Jahren Bildung in den Kommunen. Kern ist seit 2014 die „Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement“ (TI), in deren Rahmen deutschlandweit erfolgreiche Modelle kommunaler Bildungssteuerung etabliert und verbreitet wurden.

Im Förderprogramm „Bildung integriert“, dem Vorläufer von „Bildungskommunen“; wurden seit 2015 bereits mehr als 130 Kreise und kreisfreie Städte gefördert mit dem Ziel, in der Kommunalverwaltung ein datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement (DKBM) aufzubauen. Kernelemente sind u.a. ein kommunales Bildungsmonitoring, die bereichsübergreifende Koordinierung von Bildungsthemen und das systematische Einbeziehen lokaler Schlüsselakteure der Bildung. Begleitet und beraten werden die Kommunen seit 2014 von neun Transferagenturen an zwölf Standorten bundesweit.

Hieran knüpft das neue Förderprogramm „Bildungskommunen“ des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) an. Das Programm mit einem ESF-Budget in Höhe von 87,5 Millionen Euro stellt Kommunen Mittel zur Verfügung, mit denen sie ein datenbasiertes Bildungsmanagement auf- bzw. ausbauen, die digital-analoge Vernetzung ihrer Bildungslandschaft strategisch weiterentwickeln und mit einem digitalen Bildungsportal umsetzen können.

Zudem erlaubt das Programm „Bildungskommunen“ den Landkreisen und kreisfreien Städten, neue Themen in ihren Bildungsstrukturen zu bearbeiten. Mögliche Themenschwerpunkte sind: Fachkräftesicherung/Strukturwandel, Kulturelle Bildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Demokratiebildung/Politische Bildung, Integration durch Bildung und Inklusion.

Das Programm zielt damit auf die Förderung wichtiger Innovationen in kommunalen Bildungssystemen – etwa die digitale Bildung, den Ausbau des Ganztags, die Verbesserung von Bildungschancen oder die Sicherung der Fachkräftebasis. Das Programm „Bildungskommunen“ gibt den Kommunen ein Instrument zur Modernisierung ihrer Bildungslandschaft an die Hand.

Einen Antrag zur Teilnahme an dem Programm können kreisfreie Städte und Landkreise stellen.

Weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten und Antragsstellung finden interessierte Kommunen auf der Programmwebsite. Eine ausführliche fachliche Beratung bietet die Programmstelle der Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement beim DLR Projektträger (E-Mail: [email protected]).

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 19.01.2022

Redaktion: Laura Burger

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