Unterstützung von Familien in Hessen

16.000 Euro für die Förderung des VIVA-Beratungszentrums

Das VIVA-Beratungszentrum in Kassel unterstützt hessenweit Eltern intergeschlechtlicher Kinder mit niedrigschwelliger Beratung. Die Förderung von 16.000 Euro für 2026 stärkt das Pilotprojekt. Eltern erhalten Hilfe bei medizinischen, rechtlichen und psychosozialen Fragen. Das Angebot ist mehrsprachig und findet online, telefonisch oder in Präsenz statt.

03.09.2026

Eltern von Kindern mit intergeschlechtlichen Merkmalen haben oft das Bedürfnis nach verlässlichen Informationen und guter Beratung. Diese bietet das Pilotprojekt „Beratung von Eltern intergeschlechtlich geborener Kinder“ des VIVA-Beratungszentrums aus Kassel – und zwar landesweit. Staatssekretärin Manuela Strube hat der VIVA-Stiftung gGmbH als Trägerin dafür am Freitag einen Bescheid über rund 16.000 Euro für die Förderung der Arbeit der Beratungsstelle im Jahr 2026 übergeben.

„Jedes Kind hat die Chance verdient, sich frei und selbstbestimmt entwickeln zu können. Eltern intergeschlechtlicher Kinder brauchen Unterstützung, denn sie sind oft mit besonderen Fragen und Unsicherheiten konfrontiert. Die VIVA-Beratungsstelle leistet hier einen wichtigen Beitrag. Sie stärkt Familien in einer sensiblen Lebenssituation“,

sagte die Staatssekretärin Manuela Strube.

Die angebotene Beratung ist niedrigschwellig und mehrsprachig und findet in Präsenz, telefonisch oder online statt. Eltern erhalten hier Rat bei medizinischen, rechtlichen, psychosozialen und pädagogischen Fragen – insbesondere in Übergangsphasen wie Kita- und Schuleintritt. Sie werden darin bestärkt, informierte und selbstbestimmte Entscheidungen im Interesse ihres Kindes zu treffen. Zudem sensibilisiert das Projekt pädagogische und medizinische Fachkräfte und arbeitet eng mit Kliniken und Selbsthilfestrukturen zusammen, um fachlich abgestimmte Unterstützung zu sichern.

„Mit unserer Förderung tragen wir dazu bei, dass die Eltern nicht alleine gelassen werden. Wir stärken ein wichtiges Unterstützungsangebot, das Familien begleitet und ihnen Orientierung gibt“, so Manuela Strube. 

Quelle: Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales vom 21.08.2026

Redaktion: Adrian Halle