Mecklenburg-Vorpommern

Zukunft bauen – Mitgliederverbände fordern gezielte Investitionen in Jugendinfrastruktur

Mitgliederverbände des Landesjugendringes M-V fordern von der Landesregierung, Mittel aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ für Jugendbildungs- und Übernachtungsstätten einzusetzen. Sie betonen die Bedeutung dieser Einrichtungen für die Teilhabe und Bildung junger Menschen und sehen dringenden Investitionsbedarf.

17.12.2025

Investitionen in Einrichtungen der Jugendarbeit, Jugendbildung und Kinder- und Jugenderholung müssen gezielt gefördert werden. Das haben die Mitgliedsverbände und Anschlussverbände des Landesjugendringes M-V beim 184. Hauptausschuss in Wismar beschlossen. Konkret fordern sie die Landesregierung auf, Mittel aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ für ein Investitionsprogramm für gemeinnützige Jugendbildungs- und Übernachtungsstätten zu verwenden. Darüber hinaus treten sie für eine jugendgerechte Umsetzung des „MV-Plans 2035“ und eine klare Verankerung der Jugend- und Bildungsinfrastruktur als eigenen Förderschwerpunkt ein.

Einrichtungen der Jugendarbeit, Jugendbildung und Kinder- und Jugenderholung sind unverzichtbare Orte von Teilhabe, Demokratie- und Gemeinschaftserleben sowie außerschulischer Bildung für junge Menschen im Land. Sie sind ein unverzichtbarer Teil der Infrastruktur einer offenen und demokratischen Gesellschaft. Gleichzeitig stehen sie vor massiven Herausforderungen durch steigende Betriebskosten, einen gewichtigen Investitionsstau und dringend notwendige Sanierungen.

Johannes Beykirch, Vorstandssprecher des Landesjugendringes M-V, betont:

„Die Bedürfnisse und Interessen der jungen Generation wurden beim MV-Investitionsgipfel 2025 vernachlässigt. Deshalb müssen Mittel aus dem Sondervermögen gezielt in die soziale Infrastruktur für junge Menschen fließen - als Wertschätzung und als konkrete Zukunftsinvestition. Denn Investitionen in die Jugend sind immer auch Investitionen in die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft. Wenn junge Menschen gehört und gesehen werden, stärkt das ihr Vertrauen in Demokratie, Politik und Gesellschaft."

Kai-Michael Stybel, Vorstand vom DJH-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, ergänzt: 

„Wir können als gemeinnützige Träger Investitionen nicht aus eigener Kraft stemmen. Ohne Investitionsmittel wird die Infrastruktur von Jugendbildungs- und Übernachtungsstätten weiter schrumpfen. Das wäre fatal: Junge Menschen brauchen in diesen Zeiten mehr denn je Räume, die sie in einer gesunden Entwicklung unterstützen.“

Hintergrund

Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität umfasst drei Säulen. 100 Mrd. Euro gehen an die Bundesländer, davon 1,92 Mrd. Euro an Mecklenburg-Vorpommern. Wie diese verwendet werden, wurde beim MV-Investitionsgipfel beraten. Entstanden ist daraus der MV-Plan 2035, der Investitionen in Bildung, Gesundheit, Sicherheit und weitere relevante Bereiche des Alltags vorsieht. Insbesondere im Bereich Bildung schließt der alleinige Fokus auf Schule den non-formalen Bildungsbereich als wichtige soziale Infrastruktur aus.

Vom 24. - 25.11.2025 fand die jährliche Hauptausschuss-Klausur des Landesjugendringes M-V in Wismar statt. Der Hauptausschuss nimmt zwischen den Vollversammlungen alle Aufgaben des Landesjugendringes wahr, die nicht ausdrücklich der Vollversammlung vorbehalten sind. So entscheidet er zum Beispiel über alle Vorhaben, Maßnahmen und Aktionen des Landesjugendringes im Rahmen der Beschlüsse der Vollversammlung.

Quelle: Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern vom 26.11.2025

Redaktion: Klara Neumann