Expertise des ism Mainz

Wenn Reformversprechen und Finanzierungsrealität auseinanderfallen

Das 1. Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz sieht tiefgreifende Änderungen vor, verbindet aber fachliche Stärkung mit Einsparerwartungen. Eine Expertise des ism Mainz analysiert die Voraussetzungen für eine tragfähige Reform. Untersucht werden u.a. Kindertagesbetreuung, Jugendwohnen und Steuerungsbedarfe der Jugendämter.

08.09.2026

Mit dem vom Bundeskabinett beschlossenen 1. Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz werden weitreichende Veränderungen für die Kinder- und Jugendhilfe angestoßen. Der Gesetzentwurf verbindet dabei die fachlich nachvollziehbare Stärkung von Infrastruktur und niedrigschwelligen Angeboten mit erheblichen Erwartungen an künftige Einsparungen.

Das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ism) hat hierzu die Expertise

„Wenn Reformversprechen und Finanzierungsrealität auseinanderfallen – Fachliche Voraussetzungen, Transformationskosten und Finanzfolgen des 1. Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetzes“

vorgelegt. Die Expertise wurde von Heinz Müller, Geschäftsführer und Vorstand des ism, im Auftrag der Vorbereitungsgruppe der Berliner Runde erstellt.

Im Mittelpunkt steht die Frage, unter welchen fachlichen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen aus den vorgesehenen Reformimpulsen tatsächlich eine tragfähige Strukturreform werden kann. Analysiert werden unter anderem die geplante stärkere Rolle der Kindertagesbetreuung, das Vorrangprinzip gruppenbezogener Angebote, Jugendwohnen, die Verfahrenslotsen, die Bildungsassistenz sowie die zusätzlichen Steuerungs- und Personalbedarfe der Jugendämter.

Zur Expertise (PDF: 672 KB)

Quelle: Berliner Runde – Fachforum zur Zukunft der Jugendhilfe vom 01.09.2026

Redaktion: Zola Kappauf