Bildungspolitik
Weltweites Interesse an Deutschland ist bei Studienbewerbern ungebrochen groß
Das Interesse an Deutschland als Studien- und Wissenschaftsstandort ist ungebrochen. Die Zahl ausländischer Studienbewerberinnen und -bewerber liegt trotz der Corona-Pandemie bei etwa 80 Prozent des Vorjahresniveaus, teilten uni-assist und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) mit.
02.09.2020
Laut uni-assist hatten sich bis zum Stichtag am 20. August 2020 knapp 60.000 internationale Studieninteressierte für ein Bachelor- oder Masterstudium in Deutschland beworben. Damit liegt die Zahl der Bewerbungen bei rund 80 Prozent des Vorjahres. Angesichts der Corona-Krise mit ihren weltweiten Mobilitätseinschränkungen sei dieses große internationale Interesse an einem Studium ausgesprochen erfreulich, so die beiden Organisationen. Die ausgewerteten Bewerbungen werden nun den Mitgliedshochschulen zur Verfügung gestellt, um den Zulassungsprozess zu beginnen.
Flexibilisierung des Verfahrens
Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, Vorstandsvorsitzender von uni-assist: „Um trotz Corona möglichst vielen Studienbewerber/-innen die Chance auf einen Studienplatz in Deutschland offen zu halten, haben sich viele unserer Mitgliedshochschulen schon zu Beginn der Krise an einer Flexibilisierung des Bewerbungsverfahrens beteiligt: Sie sind ins Online-Verfahren eingestiegen und haben ihre Bewerbungsfristen verlängert. Dass dies kurzfristig koordiniert werden konnte, verdanken wir der zentralen Zusammenarbeit im uni-assist e.V. Der Verein ist stolz, seinen Beitrag zu den ungebrochen hohen Bewerberzahlen in diesem besonderen Jahr der Zulassungsvorbereitung geleistet zu haben.“
Deutschland ist eine Top-Destination
Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD): „Die deutschen Hochschulen stehen, auch im internationalen Vergleich, aufgrund der öffentlichen Finanzierung in Krisenzeiten wie diesen auf einem soliden Fundament. Deutschland ist inzwischen eine Top-Destination für internationale Studierende. Hierin liegt eine große Chance für uns: Wir können mit unseren leistungsstarken Hochschulen gerade in diesen schwierigen Zeiten talentierten jungen Menschen eine Studienperspektive bieten und damit auch unsere Wettbewerbsfähigkeit als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort weiter steigern. Diese Chance müssen wir jetzt ergreifen – durch zügige Zulassungsverfahren und Visavergaben ebenso wie durch eine gute Betreuung der internationalen Studierenden zu Beginn und während des Studiums.“
Quelle: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) vom 31.08.2020
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