Europarat

Sprecherin des Kongresses fordert besseren Schutz der Rechte junger Menschen und stärkeres lokales Engagement

Die Jugend Europas soll stärker in die Bewältigung globaler Herausforderungen wie Umweltschutz, Krisen und Chancengleichheit einbezogen werden. Ihre Stimme müsse klar gehört werden, betonte Véronique Bertholle, thematische Sprecherin für Jugendfragen des Europäischen Kongresses zum Internationalen Tag der Jugend.

19.08.2025

„Die jungen Europäerinnen und Europäer sollten eine wichtigere Rolle bei der Bewältigung der großen Herausforderungen spielen, denen ihre Generation gegenübersteht. Ob es um nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz, den Umgang mit Naturkatastrophen, die Reaktion auf Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit oder die Schaffung echter und gleicher Chancen für alle geht – die Stimme der Jugend muss laut und deutlich zu hören sein“,

erklärte die thematische Sprecherin für Jugendfragen des Kongresses, Véronique Bertholle, anlässlich des diesjährigen Internationalen Tags der Jugend (12. August).

„Vor allem aber müssen junge Menschen, wenn sie sich engagieren, die in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankerten Grundrechte genießen können, insbesondere wenn sie sich für die Verteidigung der Menschenrechte einsetzen. Die kürzlich erfolgte Verhaftung und Inhaftierung von Enes Hocaoğulları, Jugenddelegierter des Kongresses für die Türkei, nach seiner Rede auf der Plenarsitzung des Kongresses im März erinnert uns auf schmerzhafte Weise an diese Notwendigkeit. Ich schließe mich dem Appell des Präsidenten des Kongresses für den Schutz der Meinungsfreiheit junger Menschen als grundlegendes demokratisches Recht und zur sofortigen Freilassung von Enes an.

Wir werden nicht aufhören, uns für eine stärkere Beteiligung junger Menschen an demokratischen Prozessen einzusetzen. Im Oktober wird der Kongress eine neue Europäische Charta der Beteiligung der Jugend am Leben der Gemeinde und der Region verabschieden, die einen modernen Standard für eine sinnvolle Beteiligung junger Menschen am lokalen und regionalen Leben setzen wird“,

bekräftigte Bertholle.

„Die neue Charta wird es jungen Menschen ermöglichen, sich in vielen für sie relevanten Bereichen besser in die integrierte Planung, die Ressourcenverwaltung und die öffentliche Politik einzubringen. Dies können sie durch ihre Mitgliedschaft in Jugendräten, Jugendparlamenten und anderen ständigen Foren tun. Ich bin überzeugt, dass die Kreativität, Energie und Perspektiven junger Menschen dazu beitragen können, bessere, gerechtere und nachhaltigere Gemeinschaften für alle zu schaffen. Ich fordere daher die jungen Menschen sowie die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um dies zu erreichen.“

Quelle: Europarat vom 12.08.2025

Redaktion: Sofia Sandmann