DKHW
Situation von Kindern und Familien nicht aus dem Blick verlieren
Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) mahnt im Vorfeld der Bund-Länder-Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder am 19.01.2021 eine stärkere Berücksichtigung der Interessen von Kindern und ihrer Familien an.
19.01.2021
„Bei allen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie muss die Einhaltung der Kinderrechte auf Schutz, Förderung, Beteiligung und Teilhabe gerade jetzt höchste Priorität haben. Wie es uns gelingt, zum einen soziale Ungleichheiten nicht weiter zu verstärken und zum anderen sogar Maßnahmen zu treffen, um niemanden in der Corona-Pandemie zurückzulassen, ist entscheidender Maßstab für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Die vorrangige Berücksichtigung der kindlichen Interessen bei staatlichen Entscheidungen, so auch bei allen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, braucht es derzeit mehr denn je. Dies betrifft vor allem sozial benachteiligte Kinder und Familien, die oftmals über weniger Ressourcen verfügen, um die Herausforderungen der Krise ohne Unterstützung zu meistern“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Volle Büros bei gleichzeitig geschlossenen Schulen und Kitas nicht vermittelbar
„Kinder und Jugendliche brauchen soziale Interaktion besonders mit Gleichaltrigen, Bewegung, kulturelle Entfaltung und politische Bildung, ansonsten nimmt ihre Entwicklung deutlichen Schaden. Deshalb sollte die Diskussion sich nicht nur um Ausgangssperren oder eine FFP2-Maskenpflicht drehen, sondern es braucht nachhaltig umsetzbare Lösungen dafür, wie es beispielsweise mit dem Kinderrecht auf Bildung weitergehen soll. Hier passiert schlichtweg zu wenig. Zugleich sind volle Büros bei gleichzeitig geschlossenen Schulen und Kitas einfach nicht vermittelbar. Zudem verdient die finanzielle Situation von Familien mit Kindern verstärkte Aufmerksamkeit. Deshalb sollten Bund und Länder eine Neuauflage des Kinderbonus auf den Weg bringen, um insbesondere von Armut betroffene Kinder und ihre Familien zu entlasten“, so Krüger weiter.
Auswirkungen auf Kinder stets mitberücksichtigen
Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert von Bund, Ländern und Kommunen, dass bei allen in Zusammenhang mit der Pandemie erlassenen Gesetzen, Verordnungen und Maßnahmen sowie deren Auswirkungen das Kindeswohl beachtet und insbesondere Kinder in verletzlichen Lebenslagen besonders aufmerksam in den Blick genommen werden und dementsprechend zügig Maßnahmen zur Unterstützung eingeleitet werden. Das gilt beispielsweise für Kinder, die in Armut oder hochkonfliktreichen Situationen aufwachsen, geflüchtete Kinder und Kinder mit Behinderungen.
Quelle: Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
Termine zum Thema
-
14.04.2026
Digitale Beteiligung organisieren – Chancen, Tools und Grenzen
-
15.04.2026
Kinderrechte leben – Kinderschutz stärken. Impuls (2/4) „Kinderrechte im Alltag der PKH“
-
16.04.2026
Basisschulung - Kinderschutz & Kindeswohlgefährdung
-
24.04.2026
Das ist dein Recht - Vorstellung und Diskussion der sächsischen Kinderrechtsstudie
-
27.04.2026
Basisschulung - Kinderschutz & Kindeswohlgefährdung
Materialien zum Thema
-
Fachkräftebarometer Frühe Bildung 2025
-
Anleitung / Arbeitshilfe
Materialpaket - Kinderrechte und geschlechtliche Vielfalt
-
Anleitung / Arbeitshilfe
Armutssensible Haltung im Schulkontext
-
Webangebot / -portal
Materialpaket - Kinderrechte weltweit
-
Podcast
Podcast Berufsjugendlich, Folge 53: Lifestyle: Berufsjugendlich
Projekte zum Thema
-
Universität Münster (JuPa-Quali)
JuPa - Soziale Teilhabe von Jugendlichen in stationären Jugendhilfe-Einrichtungen und Pflegefamilien in Zeiten von Pandemien ermöglichen
-
NACOA Deutschland e.V. und Drogenhilfe Köln gGmbH
Hilfen im Netz
-
Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt
-
Agentur für Soziale Perspektiven e.V.
Queere-Jugend-Berlin.de
-
AWO Kreisverband Pinneberg e.V. Jugendwerk Unterelbe
Ferienfreizeiten und Sprachreisen mit dem AWO Jugendwerk Unterelbe
Institutionen zum Thema
-
Fort-/Weiterbildungsanbieter
AMYNA e.V. - Schutz von Mädchen* und Jungen* vor sexueller Gewalt
-
Sonstige
GAMESHIFT NRW / Pacemaker Initiative
-
Verband / Interessenvertretung
Bundesverband für Kindertagespflege e.V.
-
Außeruniversitäre Forschungs-/Serviceeinrichtung
Institut für pädagogische Bildung
-
Sonstige
ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch