Gesundes Aufwachsen – JETZT!
Psychische Gesundheit und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen stärken
Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, insbesondere aus benachteiligten Verhältnissen, war zentrales Thema des Jahrestreffens des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit in Berlin. Diskutiert wurde die Verknüpfung sozioökonomischer Ungleichheiten mit psychischer Gesundheit und die Notwendigkeit, Kinder in ihren Lebenswelten umfassend zu fördern.
17.11.2025
Wie kann die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen gestärkt werden, besonders vor dem Hintergrund wachsender sozialer Ungleichheiten? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Jahrestreffens des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit am 09. Oktober 2025 in Berlin.
Deutlich wurde: Die Wahrnehmung psychischer Belastungen auf Seiten junger Menschen ist hoch. Petra Rattay (Robert Koch-Institut) machte deutlich, dass sozioökonomische Ungleichheiten eng mit psychischer Gesundheit verknüpft sind und Kinder aus Ein-Eltern-Haushalten oder mit geringem Einkommen dabei stärker unter Druck stehen. Es reiche daher nicht, nur die Folgen von Armut abzufedern, entscheidend sei, Kinder entsprechend ihrer Bedarfe und in ihren Lebenswelten zu fördern.
Laurette Rasch betonte die zentrale Rolle der Kinder- und Jugendhilfe für ein gesundes Aufwachsen. Um Kinder und Jugendliche in all ihren Lebenswelten zu erreichen, müssen neben der Kita und Schule, auch das Feld der Kinder- und Jugend- und Familienhilfe sowie Beteiligungs- und Peer-to-Peer-Ansätze berücksichtigt werden. Verlässliche Ansprechpersonen auch für gesundheitliche Themen können entscheidend dazu beitragen, Teilhabe zu ermöglichen und gesundheitliche Chancen zu verbessern. Dafür müsse rechtskreisübergreifendes Arbeiten und eine stabile Infrastruktur gewährleistet sein. Beispielhaft sind die Frühen Hilfen und das Konzept der Präventionsketten.
Die Teilnehmenden forderten rechtskreisergänzendes Handeln, verlässliche Strukturen sowie echte Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und ihrer Familien. Nur wenn junge Menschen mitgestalten können, so das Fazit, kann Gesundheitsförderung nachhaltig und gerecht gelingen.
- Mehr Informationen und die Veranstaltungsdokumentation finden Sie hier.
- Hier (PDF: 147 KB) geht es zum Diskussionspapier der Denkwerkstatt „Jugendgerechte Gesundheitspolitik – Mentale Gesundheit und Präventionsstrategien“ des Projekts jugendgerecht.de – Arbeitsstelle Eigenständige Jugendpolitik.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ, Projekt „Themenbotschafter*in Gesundes Aufwachsen“ vom 11.11.2025
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