Desinformation

Projekt „entschwört"

Eine junge Frau steht vor einer Wand, auf der symbolisch Gedanken und Fragezeichen in Sprechblasen gezeichnet sind.

Die Beratungsstelle „entschwört" der pad – präventive, altersübergreifende Dienste im sozialen Bereich – gGmbH unterstützt Angehörige oder Freunde von Personen, die an Verschwörungsmythen glauben. Die neue Projektwebseite ist nun online.

14.12.2021

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Teile der Gesellschaft bereit sind, Verschwörungserzählungen als Erklärung der globalen Krise zu übernehmen. Zum einen kann dies als Versuch der Bewältigung der Krise gedeutet werden, zum anderen kann so Kontrolle in einer unsicheren Zeit wieder erlangt werden.

Dies drückt sich in Ressentiments, Demokratiefeindlichkeit und nicht zuletzt in Misstrauen gegenüber staatlicher Politik und ihren Institutionen aus. Dies führt in Teilen zu einer Polarisierung in Familien, Freundeskreisen und in der gesamten Gesellschaft. Widerstreitende Vorstellungen stehen einander unversöhnlich gegenüber: Familien zerstreiten sich und Kontakte werden teilweise abgebrochen, wenn ein offener Dialog, mit Menschen die uns nahe stehen, nicht mehr möglich ist. Diese Unsicherheit frustriert viele Angehörige und kann auf Dauer eine starke emotionale Belastung darstellen.

Das Projekt „entschwört.” vereint Expertise in den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe sowie Familienhilfe und unterstützt und berät Angehörige bedarfsorientiert bei familiären Konflikten im Kontext von Verschwörungsideologie und Kindeswohlgefährdung.

„entschwört.” ist ein Projekt von pad – präventive, altersübergreifende Dienste im sozialen Bereich – gGmbH und der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Berlin (MBR).

Quelle: pad – präventive, altersübergreifende Dienste im sozialen Bereich – gGmbH

Redaktion: Mareike Ketelaar

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