Gesundheit
Familienverband fordert Mehrwertsteuer-Stopp für Grundnahrungsmittel
Der Deutsche Familienverband (DFV) fordert eine dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel wie Obst, Gemüse und Brot auf 0 Prozent. Dies solle die gesunde Ernährung von Kindern sichern und Familien finanziell entlasten. Zudem wird eine Korrektur der Besteuerung von Säuglingsnahrung sowie Transparenz bei Preissenkungen gefordert.
27.04.2026
Angesichts der anhaltenden Debatte um eine Erhöhung der Mehrwertsteuer warnt der Deutsche Familienverband (DFV) vor einer massiven Mehrbelastung für Haushalte mit Kindern. Um eine gesunde Ernährung für alle Kinder sicherzustellen, fordert der Verband die Bundesregierung auf, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel dauerhaft auf 0 Prozent zu senken.
Die Preissteigerungen im Supermarkt treffen Familien besonders hart. Eine zusätzliche Anhebung der Mehrwertsteuer wäre aus Sicht des DFV ein fatales Signal an die Mitte der Gesellschaft.
„Jedes Kind hat ein Recht auf gesundes Essen. Unabhängig vom Geldbeutel der Eltern“, erklärt Petra Nicolaisen, Präsidentin des Familienverbandes.
„Wenn der Staat bei Äpfeln, Karotten und Brot mitkassiert, besteuert er die Gesundheit unserer Kinder. Ein Nullsteuersatz auf Grundnahrungsmittel ist keine Subvention, sondern eine überfällige Investition in die soziale Gerechtigkeit und die finanzielle Leistungsfähigkeit von Familien.“
Die Kernforderungen des Verbandes im Überblick:
- Vollständige Streichung der MwSt (0 %): Für alle Grundnahrungsmittel, insbesondere frisches Obst und Gemüse.
- Stopp der Preistreiberei: Eine Ausweitung des Regelsatzes auf bisher ermäßigte Produkte muss kategorisch ausgeschlossen werden.
- Korrektur der ‚Baby-Steuer‘: Ende der paradoxen Besteuerung von Säuglingsnahrung mit 19 %, während Tierfutter mit dem ermäßigten Satz privilegiert wird.
- Transparenz für Verbraucher: Sicherstellung, dass die Steuerentlastung direkt bei den Endpreisen im Supermarktregal ankommt und nicht in den Margen des Handels verschwindet.
Der Familienverband betont, dass eine gesunde Ernährung die Basis für die Entwicklung von Kindern ist.
„Wir dürfen nicht zulassen, dass gesundes Essen zum Luxusgut wird. Die Politik muss jetzt handeln, statt Familien durch Steuererhöhungen weiter unter Druck zu setzen“, stellt Petra Nicolaisen abschließend klar. „Null Prozent für volle Teller muss das Ziel sein.”
Quelle: Deutscher Familienverband (DFV) vom 27.03.2026
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