Sozialpolitik

Modellvorhaben „Variowohnen" – Wohnraum für Studierende und Auszubildende

Haus aus Pappe in Kinderhänden

Flexibel, nachhaltig und bezahlbar: Mit dem Programm „Variowohnungen“ fördert das Bundesbauministerium preiswerten Wohnraum für Studierende und Auszubildende in Deutschland. Mit knapp 900.000 Euro wird jetzt der Neubau eines Wohnheims im Chemnitzer Zentrum gefördert.

28.07.2017

am 26. Juli 2017 erhielt die Grundstücks- und Gebäudewirtschaftsgesellschaft Chemnitz einen Zuwendungsbescheid über rd. 877.000 Euro. Damit fördert das Bundesbauministerium ein Wohnheim für Studierende der TU Chemnitz. Das Modellvorhaben entsteht am „Brühl-Boulevard“ im Zentrum der sächsischen Großstadt. 

Zuhause für junge Menschen 

Baustaatssekretär Gunther Adler: „Mit unseren Modellvorhaben geben wir Impulse für bezahlbare Wohnungen, damit junge Menschen ein angemessenes Zuhause bekommen. Die 60 Wohnplätze im Ensemble des ‚Brühl-Boulevards‘ ermöglichen, dass Studierende der Technischen Universität Chemnitz in Zentrumslage wohnen können. Der Universitätscampus und der Hauptbahnhof sind innerhalb von zehn Minuten fußläufig zu erreichen, das sind attraktive Wohnbedingungen für Studierende und Auszubildende.“

Energie- und Ressourceneffizientes Verhalten

Das Wohnheimprojekt in Chemnitz wurde vom Auswahlgremium als besonders innovativ beurteilt, weil es die Bewohnerinnen und Bewohner zu einem energie- und ressourceneffizienten Verhalten motivieren wird: Um den Energieverbrauch nachhaltig zu senken, wird ein Display im Treppenhaus ständig die Gesamtbetriebskosten anzeigen. Sparen die Studierenden Energie ein, so werden sie bei der Endabrechnung eine Rückvergütung erhalten.

Nachhaltiger und bezahlbarer Wohnungsbau

Die sogenannten Variowohnungen sind flexibel nutzbare Wohneinheiten, die mindestens 20 Quadratmeter groß sind und deren Warmmiete max. 280 Euro betragen darf. Die Wohnungen können dank ihres leicht veränderbaren Grundrisses von Studierenden oder Auszubildenden und zu einem späteren Zeitpunkt durch die Zusammenlegung von zwei oder mehreren Einheiten zum Beispiel von Senioren oder Familien bewohnt werden.

Wohnprojekte für Studierende und Auszubildende

Seit Jahren steigt die Nachfrage nach Wohnraum in deutschen Städten und Ballungsgebieten. Um der angespannten Situation in vielen Hochschulstädten zu begegnen, fördert das Bundesbauministerium im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau bis Ende 2018 die Errichtung und Erforschung von innovativen Modellvorhaben zum nachhaltigen und bezahlbaren Bau von Wohnprojekten für Studierende und Auszubildende.

Modellvorhaben bundesweit

Für die ersten Modellvorhaben hatte Bundesbauministerin Barbara Hendricks im Mai 2017 Zuwendungsbescheide an das Hochschulsozialwerk Wuppertal in Höhe von 1,9 Millionen Euro und an das Akademische Förderungswerk Bochum (AKAFÖ) über rund 3,3 Millionen Euro übergeben. Im Juni 2017 erhielt das Studierendenwerk Berlin eine Förderung in Höhe von 689.000 Euro, Mitte Juli 2017 wurde das AKAFÖ mit weiteren rd. 562.000 Euro für ein Modellvorhaben in Heiligenhaus gefördert.

Hintergrund

Für die ersten Modellvorhaben hatte Bundesbauministerin Barbara Hendricks im Mai 2017 Zuwendungsbescheide an das Hochschulsozialwerk Wuppertal in Höhe von 1,9 Millionen Euro und an das Akademische Förderungswerk Bochum (AKAFÖ) über rund 3,3 Millionen Euro übergeben. Im Juni 2017 erhielt das Studierendenwerk Berlin eine Förderung in Höhe von 689.000 Euro, Mitte Juli 2017 wurde das AKAFÖ mit weiteren rd. 562.000 Euro für ein Modellvorhaben in Heiligenhaus gefördert.

Weitere <link http: www.forschungsinitiative.de variowohnungen modellvorhaben external-link-new-window und infos zu den>Informationen zum Modellvorhaben Variowohnungen stehen auf der Webseite des Bundesbauministeriums zur Verfügung. 

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit vom 26.07.2017

Redaktion: Frank Beckmann

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