Demokratie
Klare Haltung für einen offenen und vielfältigen Sport
DOSB und dsj bekräftigen ihre Haltung für einen offenen, respektvollen Sport und positionieren sich klar gegen antidemokratische und menschenfeindliche Tendenzen. Sportvereine sollen demokratische Werte verteidigen und sich gegen Spaltungsversuche stellen.
03.07.2026
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Deutsche Sportjugend (dsj) erneuern und stärken ihre gemeinsame Haltung: Der organisierte Sport steht für ein respektvolles, faires und offenes Miteinander – und widerspricht menschenverachtenden und antidemokratischen Haltungen und Handlungen weiterhin entschieden.
Mit einer überarbeiteten Version ihrer Positionierung von 2020 reagieren DOSB und dsj auf gesellschaftliche Entwicklungen und die damit entstehenden Fragen, wie Sportvereine und -verbände mit vielfältigen Spannungen umgehen können, beispielsweise mit einer bedenklichen Normalisierung antidemokratischer und menschenfeindlicher Positionen. Zugleich zeigen viele Vereine, Verbände und (junge) engagierte Haltung für ein demokratisches Miteinander – etwa durch klare Positionierungen und sichtbares Engagement.
„Sportvereine sind Orte der Begegnung und des Zusammenhalts. Gerade deshalb müssen wir überall dort klar sein, wo demokratische Grundwerte des Sports angegriffen werden: Wer Menschen abwertet, ausgrenzt oder die Prinzipien der liberalen Demokratie in Frage stellt, darf im Sport keinen Raum bekommen“, sagt Thomas Weikert, Präsident des DOSB.
Die Positionierung macht zudem deutlich: Der organisierte Sport ist parteipolitisch, aber nicht gesellschaftspolitisch neutral. Er steht für eine demokratische Gesellschaft und stellt sich gegen Extremismus, insbesondere den Rechtsextremismus als die derzeit größte Herausforderung für den organisierten Sport sowie gegen völkische Nationalismen, Antisemitismus in den verschiedenen Ausprägungen, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung.
„Die Botschaft ist unmissverständlich: Der Sport lässt sich nicht spalten, sondern wird seine demokratischen Werte gemeinsam und mit ganzer Kraft verteidigen. Mit der überarbeiteten Positionierung verbinden wir eine klare Haltung mit konkreten Maßnahmen für dsj und DOSB sowie einem klaren Blick auf die Herausforderungen der Strukturen vor Ort. Außerdem benennen wir demokratiespaltende Kräfte wie die AfD oder auch die Grauen Wölfe beim Namen.“,
sagt Benny Folkmann, Vorstandsmitglied der dsj.
Im Vergleich zur Positionierung aus dem Jahr 2020 benennt sie Parteien und Gruppierungen, ohne sich an einzelnen Akteur*innen abzuarbeiten. Die aktualisierte Positionierung dient vielmehr als Werkzeugkasten für verschiedene antidemokratische und menschenfeindliche Phänomenbereiche. Dabei verweist sie auf die DOSB-Satzung und die dsj-Jugendordnung, die als „Verfassungen“ der Organisationen die eigene Wertebasis deutlich machen und so die Richtschnur des praktischen Handelns sind.
Die Notwendigkeit einer Überarbeitung wurde u. a. in einem gemeinsamen Hearing von dsj und DOSB mit ihren Mitgliedsorganisationen zum Umgang mit antidemokratischen Handlungen und Haltungen deutlich. Die Positionierung wird durch einen Maßnahmenkatalog mit Handlungsprinzipien ergänzt, der die Positionierung für Geschäftsstellen, Gremien und die Arbeit in Vereinen und Verbänden von dsj und DOSB konkretisiert. Die Begriffserläuterung dient zur Klärung.
Quelle: Deutsche Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund e.V. (DOSB) vom 18.05.2026
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