Jahresergebnis 2024

Kinderrechte sind kein Sparposten

Trotz globaler Krisen war 2024 ein Jahr der Wirkung für die Kindernothilfe. Über 2,2 Millionen Kinder in 39 Ländern wurden unterstützt. Die Organisation zeigt klare Haltung: Kinderrechte sind kein Luxus und dürfen kein Sparposten sein. In einer unsicheren Welt braucht es starke Stimmen für die Schwächsten.

11.07.2025

Trotz globaler Krisen, zunehmender sozialer Ungleichheit und schrumpfender internationaler Hilfszusagen war 2024 für die Kindernothilfe ein Jahr der Wirkung - und der klaren Haltung. Mehr als 2,2 Millionen Kinder wurden durch 475 Projekte in 39 Ländern erreicht. Mit Erträgen von 73,2 Millionen Euro (plus 5,5 Prozent zum Vorjahr) konnte die Kindernothilfe ihre Programm- und Projektarbeit kraftvoll fortsetzen. Diese Erfolge stehen sinnbildlich für eine Überzeugung, die das Handeln der Kinderrechtsorganisation bestimmt: Sicherheit beginnt dort, wo Kinder nicht hungern, nicht fliehen, nicht kämpfen müssen.

„Wir sehen mit Sorge, dass sich viele Staaten - auch Deutschland - zunehmend aus ihrer internationalen Verantwortung zurückziehen. Während die Bundesregierung plant, die Verteidigungsausgaben bis 2029 jährlich zu erhöhen, werden Gelder für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit drastisch gekürzt. Eine Aufrüstung darf nicht ohne ein ebenso entschlossenes Eintreten für Kinder und ihre Rechte geschehen. Kinderrechte sind kein Luxus - und erst recht kein Sparposten“, 

betont Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe.

Die Zahlen sprechen für sich: Fast 50 Millionen Kinder weltweit sind auf der Flucht - so viele wie nie zuvor. Bis 2050 wird es voraussichtlich 216 Millionen Klimaflüchtlinge geben, weil Ernteausfälle und Wasserknappheit den Familien die Lebensgrundlage nehmen. 2024 wurden laut UN über 36.000 Kinder Opfer schwerer Menschenrechtsverletzungen in Konflikten. „In einer Zeit, in der internationale Solidarität zunehmend unter Druck gerät, braucht es eine laute, klare Stimme für die Schwächsten - für Kinder, die unter Krieg, Vertreibung und Armut leiden“, so Weidemann.

Die Kindernothilfe dankt den mehr als 130.000 Spender*innen und fast 1 000 ehrenamtlich Engagierten in Deutschland für die verlässliche Unterstützung und das Vertrauen in die Arbeit.

Quelle: Kindernothilfe e.V. vom 01.07.2025

Redaktion: Celine Richter