Sozialpolitik

„keiner darf verloren gehen“: Rheinland-Pfalz fördert Lernpatenprojekte

Mit dem Programm „keiner darf verloren gehen“ fördert das Land Rheinland-Pfalz Lernpatenprojekte für Grundschulkinder mit besonderem Unterstützungsbedarf. Die qualifizierten ehrenamtlichen Lernpatinnen und Lernpaten sollen den Kindern beim gemeinsamen Spielen, Lesen, Erzählen oder Hausaufgabenmachen vor allem Zeit, Verständnis und Anerkennung entgegenbringen.

11.09.2017

„keiner darf verloren gehen“ – der Name des Projekts ist Programm: Kinder in schwierigen Lebenssituationen brauchen neben der allgemeinen Förderung in Kitas und Schulen oft auch eine individuelle, persönliche Zuwendung und praktische Unterstützung, um gut lernen zu können und bei der Bewältigung ihres Alltags“, erläutert Familienministerin Anne Spiegel. Das Land fördert die Lernpatenprojekte für Grundschulkinder mit besonderem Unterstützungsbedarf mit insgesamt 59.505 Euro.

Qualifizierte ehrenamtliche Lernpat(inn)en bringen Kindern Verständnis und Anerkennung entgegen

Die qualifizierten ehrenamtlichen Lernpatinnen und Lernpaten sollen den Kindern beim gemeinsamen Spielen, Lesen, Erzählen oder Hausaufgabenmachen vor allem Zeit, Verständnis und Anerkennung entgegenbringen. Dafür treffen sie ihr Lernpatenkind einmal pro Woche für zwei Stunden in der Schule. Evaluationen zeigen, dass die Kinder durch das Lernpatenprogramm konzentrationsfähiger, ausgeglichener und erfolgreicher in der Schule sind. Außerdem erfahren sie mehr Akzeptanz und Anerkennung in der Klassengemeinschaft.

Förderung zur Fortbildung und Begleitung der Lernpat(inn)en

Die Förderung des Projekts „keiner darf verloren gehen“, das von der Bürgerstiftung Pfalz modellhaft entwickelt wurde, wird vor allem für die Fortbildung und Begleitung der Lernpatinnen und Lernpaten eingesetzt. Träger der Lernpatennetzwerke sind Bürgerstiftungen, Jugendämter sowie freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe, die das Projekt in Kooperation mit Grundschulen durchführen. Diese Lernpatinnen und Lernpaten, die häufig aus einem pädagogischen Beruf kommen, werden im Vorfeld durch eine 30-stündige Schulung auf diese Aufgaben vorbereitet und erhalten auch danach durch ein regelmäßiges Coaching fachliche Unterstützung.

Die jetzt bewilligten Mittel fließen sowohl in die einzelnen Projekte als auch in die Fachberatung und Schulung der Lernpatinnen und Lernpaten an folgende Projektträger: Bürgerstiftung Pfalz, Koblenzer Bürgerstiftung, Kinderschutzbund Kaiserslautern, Landkreis Neuwied, Kinderschutzbund Neustadt/Bad Dürkheim, Westerwaldkreis.

Quelle: Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz vom 30.08.2017

Redaktion: Melanie Welters

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