U16-Wahl zum Abgeordnetenhaus

Junge Menschen machen ihre Position sichtbar

Bei der U16-Wahl in Berlin geben Kinder und Jugendliche in 340 Wahllokalen ihre Stimme ab. Unter dem Motto „Weil Meinung kein Alter kennt“ zeigen sie ihr Interesse an demokratischer Mitbestimmung. Die Wahl ermöglicht praktische Erfahrungen mit politischen Prozessen. Alle unter 16 Jahren dürfen teilnehmen, unabhängig von der Staatsbürgerschaft.

24.09.2026

Kinder und Jugendliche in ganz Berlin wählen im Rahmen der U16-Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus und den Bezirksverordnetenversammlungen. In rund 340 Wahllokalen in Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulen, Bibliotheken und weiteren Einrichtungen geben junge Menschen, die auf Grund des Alters noch nicht an der regulären Wahl teilnehmen dürfen, ihre Stimme ab, und setzen so ein sichtbares Zeichen für demokratische Mitbestimmung. Unter dem Slogan „Weil Meinung kein Alter kennt“ machen sie deutlich, dass auch Kinder und Jugendliche sich mit ihren politischen Anliegen und Positionen einbringen und gehört werden wollen.

Fridolin, 11 Jahre, Wähler im U16 Pressewahllokal: „Ich finde es gut, dass Kinder unter 16 Jahren heute wählen dürfen, weil es mir Rückenwind gibt, Verantwortung zu tragen.“

Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: 

„Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einbringen, unterschiedliche Positionen kennenlernen und miteinander um die besten Lösungen ringen. Das gilt auch für Kinder und Jugendliche. Die U16-Wahl schafft einen Raum, in dem junge Menschen demokratische Prozesse praktisch erleben, sich mit politischen Fragen auseinandersetzen und ihre eigenen Standpunkte entwickeln können. Gleichzeitig macht sie sichtbar, welche Themen die junge Generation bewegen. Wer Demokratie stärken will, muss jungen Menschen früh vermitteln, dass Mitbestimmung Verantwortung bedeutet und die eigene Meinung zählt.“

Die U16/U18-Wahlen sind ein bundesweit etabliertes Format der politischen Jugendbildung. Sie bieten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich aktiv mit politischen Themen auseinanderzusetzen und demokratische Prozesse kennenzulernen. Der Wahltag bildet den Abschluss eines intensiven Beteiligungs- und Bildungsprozesses: In den vergangenen Wochen und Monaten haben sich junge Menschen in ganz Berlin mit aktuellen politischen Fragestellungen beschäftigt, Positionen diskutiert und eigene Perspektiven entwickelt. Teilnehmen und wählen dürfen grundsätzlich alle jungen Menschen unterhalb der Altersgrenze, unabhängig von der Staatsbürgerschaft. Durch die Absenkung des regulären Wahlalters auf 16 wird die ehemalige U18-Wahl zum Abgeordnetenhaus erstmals eine U16-Wahl.

Die U16/U18-Wahlen bestehen seit mittlerweile 30 Jahren, bei der letzten U18-Wahl (Bundestagswahl 2025) haben in Berlin 32.497 junge Menschen teilgenommen. Die Landeskoordinierung der U16/U18-Wahlen in Berlin liegt seit 2025 beim Landeskompetenzzentrum für Beteiligung und Demokratiebildung in der Kinder- und Jugendhilfe. Das Landeskompetenzzentrum befindet sich in Trägerschaft des Pestalozzi-Fröbel-Hauses und wird aus Mitteln der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie finanziert. In den Bezirken unterstützen zusätzlich Bezirkskoordinierungsstellen die Einrichtungen bei der pädagogischen Vorbereitung und Durchführung der Wahl.

Quelle: Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vom 11.09.2026

Redaktion: Celine Richter