Digitalisierung
Junge Menschen im digitalen Zeitalter: Ständige Vertreter erörtern Herausforderungen für die Demokratie
Die Ständigen Vertreter der Außenminister werden am 22. Januar im Rahmen eines informellen Treffens über die demokratische Beteiligung junger Menschen im digitalen Zeitalter diskutieren, um neue Entwicklungen besser zu verstehen.
05.02.2025
Das digitale Zeitalter hat die Art und Weise, wie sich junge Menschen an der Demokratie beteiligen, radikal verändert. Heute erfolgt der Zugang zu Nachrichten und politischen Informationen über Streaming-Plattformen und Soziale Netzwerke. Politisch Verantwortliche nutzen diese Kanäle, um junge Menschen zu ermutigen, sich zu engagieren und zur Wahl zu gehen. Außerdem werden politische Interviews mittlerweile häufig von Influencern geführt.
Neue technische Möglichkeiten (etwa Künstliche Intelligenz [KI] und Soziale Medien) wirken sich zunehmend auf alle Bereiche der Gesellschaft aus und werfen viele Fragen auf. Während diese neuen Werkzeuge das Entdecken, Lernen und die Entwicklung eines politischen Bewusstseins unter jungen Menschen erleichtern, bringen sie auch erhebliche Probleme mit sich. Dazu gehören die Verbreitung von Hassrede, Desinformation, Cybermobbing und die ausländische Einmischung in Wahlen. Diese Phänomene stellen große Herausforderungen für die Jugend von heute und für künftige Generationen dar.
Im Zentrum der Debatten über die Beteiligung junger Menschen steht auch die Frage der Einflussnahme. Wenn Emotionen und Vertrauen die Grundlagen für den Aufbau einer digitalen Gemeinschaft sind, wirft dies Fragen zu den Techniken der Beteiligung und den Problemen im Zusammenhang mit der affektiven Politik auf.
2025 – das Europäische Jahr der Erziehung zur digitalen Staatsbürgerschaft
Vor diesem Hintergrund haben die Bildungsministerinnen und -minister des Europarates das Jahr 2025 zum „Europäischen Jahr der Erziehung zur digitalen Staatsbürgerschaft“ ausgerufen. Ziel der Initiative ist es, ein besseres Verständnis und eine stärkere Beteiligung junger Menschen am demokratischen Leben im digitalen Zeitalter zu fördern.
Das Engagement junger Menschen – eine Priorität für den Europarat
Es sind die jungen Menschen, die die Gesellschaft von heute und morgen gestalten. Es ist von entscheidender Bedeutung, ihre Codes und Kommunikationskanäle zu verstehen, um die Werte des Europarates bei diesen jungen Menschen zu stärken. Der luxemburgische Vorsitz im Ministerkomitee hat die demokratische Beteiligung junger Menschen auf allen Ebenen – lokal, national und international – zu einer seiner Prioritäten erklärt, um so zur Stärkung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie beizutragen.
Weitere Informationen
- Programm [EN]
- Link zur Übertragung (am 22. Januar ab 15:30 Uhr)
Quelle: Europarat vom 21.01.2025
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