Gemeinsame Erklärung
Jugendverbände, Parteijugenden und Fridays for Future fordern Verlängerung des 9-Euro-Tickets
In dem gemeinsamen Statement fordern Jugendverbände, Parteijugenden und Fridays for Future neben der Verlängerung des 9-Euro-Tickets langfristig einen kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und eine Ausbildungsoffensive.
09.08.2022
Auf Initiative der Jugendverbände fordert ein breites Bündnis deswegen die Fortsetzung des 9-Euro-Tickets zusammen mit massiven Investitionen in Ausbau und Personal. „Wir appellieren an die Bundesregierung, so Mobilität zu ermöglichen, Gerechtigkeitslücken zu schließen und gleichzeitig den Klimaschutz voranzubringen“, sagte Wendelin Haag, Vorsitzender des Bundesjugendrings. Jusos, Grüne Jugend sowie Linksjugend solid unterstützen das Paper, das von im Bundesjugendring organisierten Jugendverbänden initiiert wurde.
Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung für Inklusion, Selbstbestimmung, Emanzipation und Partizipation aller jungen Menschen. Die Möglichkeit, sich eigenständig fortbewegen zu können und dabei über Anlass, Ort, Zeit, und Verkehrsmittel selbst zu wählen, ist sowohl ein wichtiger Entwicklungsschritt als auch Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. „Das 9-Euro-Ticket geht in die richtige Richtung. Es muss bis mindestens zum Ende des Jahres fortgeführt werden. Sonst bleibt es Symbolpolitik. Langfristig braucht es aber einen kostenlosen ÖPNV“, betonte Raoul Taschinski, stellvertretender Vorsitzender des Bundesjugendrings.
Bei der Reaktion auf aktuelle Krisen muss aus Sicht des Bundesjugendrings das Ziel einer sozial-ökologischen Transformation konsequent berücksichtigt werden. Gerade im Verkehrssektor gibt es dabei massiven Nachholbedarf. Stärker als für alle anderen Bevölkerungsgruppen ist Mobilität für Kinder und Jugendliche ein Schlüssel für Bildung, neue Erfahrungen, individuelle Freiheit und die Entwicklung ihrer Kompetenzen. Räumliche Mobilität ist hierbei auch Voraussetzung für soziale Mobilität und die Möglichkeit zu dieser eine Frage der Gerechtigkeit.
Wendlin Haag erklärte:
„Im Bereich der Mobilität wurden die Bedarfe junger Menschen gänzlich außer Acht gelassen. Als Jugendverbände setzen wir uns für Klimagerechtigkeit, Mitbestimmung und bessere Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen ein. Deshalb braucht es jetzt massive Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur und das Personal im Nah- und Fernverkehr“
Die Verkehrsverlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsträger und der Ausbau des ÖPNV sind nur mit ausreichend Personal möglich. Das Bündnis fordert die Bundesregierung deswegen auf, ihr Vorhaben einer gesetzlichen, umlagefinanzierten Ausbildungsgarantie zügig zu realisieren. Besonders im Bereich des ÖPNV muss eine Ausbildungsoffensive von 100.000 grünen Jobs ins Leben gerufen werden.
Die Finanzierung der Maßnahmen kann zeitnah aus den bisherigen umweltschädlichen Subventionen sichergestellt werden. Deren Streichung ist im Koalitionsvertrag bereits verankert. „Diese Verlagerung staatlicher Mittel aus dem fossil geprägten Verkehr in einen nachhaltigen, sozialen und klimafreundlichen ÖPNV ist überfällig“, unterstrich Raoul Taschinski.
Das vollständige Statement des Bündnisses (PDF: 126 KB) ist online abrufbar.
Die Position des Bundesjugendrings zur Mobilitätspolitik ist ebenfalls online abrufbar
Quelle: Deutscher Bundesjugendring vom 29.07.2022
Termine zum Thema
-
18.03.2026
Alles nach Plan - Wichtige Regeln und Gesetze zum Betreiben eine Einrichtung der Jugendhilfe
-
08.04.2026
Basiskurs Rechtsextremismus (Modul 1)
-
14.04.2026
Digitale Beteiligung organisieren – Chancen, Tools und Grenzen
-
14.04.2026
Strafanzeige, ja oder nein
-
20.04.2026
Safer Spaces für queere Jugendliche
Materialien zum Thema
-
Anleitung / Arbeitshilfe
Leitfaden zum Umgang mit rechtsextremen und populistischen Einflüssen in der Kinder- und Jugendverbandsarbeit
-
Artikel / Aufsatz
Kinder als Dolmetscher – eine übersehene Belastung in der Jugendhilfe
-
Podcast
Podcast "Beste Bildung"
-
Anleitung / Arbeitshilfe
Therapeutische Arbeiten mit jungen Geflüchteten
-
Anleitung / Arbeitshilfe
Leitfaden zur Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie für Träger der Jugendsozialarbeit
Projekte zum Thema
-
MUTPraxis
Traumapädagogische Stabilisierung und psychosoziale Prävention im pädagogischen Alltag (MUTPraxis)
-
Trauerland - Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V.
Trauerland-Pop-Up: Anlaufstelle für trauernde Jugendliche im Bremer Zentrum
-
NaturKultur e.V.
Nationale Kontaktstelle zur Umsetzung der European Youth Work Agenda in Deutschland
-
Landesjugendring Berlin e.V.
Zusammen SEIN – Inklusion in Berliner Jugendverbänden
-
Kinder- und Jugendring Sachsen e.V. (KJRS e.V.)
BERUFung Jugendarbeit
Institutionen zum Thema
-
Fort-/Weiterbildungsanbieter
MUTPraxis
-
Sonstige
GAMESHIFT NRW / Pacemaker Initiative
-
Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe
Generation Interkulturelle Jugend u. Familienhilfe
-
Fort-/Weiterbildungsanbieter
Akademie der Jugendarbeit Baden-Württemberg e.V.
-
Sonstige
ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch