Freiwilliges Engagement

Hessen unterstützt Ehrenamtliche durch Qualifizierung

Die Hessische Landesregierung unterstützt gezielt das ehrenamtliche Engagement.

13.04.2011

Groß-Gerau. „Ziel der Landesregierung ist es, die vielen Ehrenamtlichen bestmöglich zu qualifizieren und ihnen Anerkennung für ihre Arbeit zu geben“, betonte die Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, Petra Müller-Klepper, heute bei der Tagung "Auf die gute Mischung kommt es an! - Über das Zusammenspiel von hauptamtlicher und ehrenamtlicher Arbeit" in Groß-Gerau. Mit dem 2001 vom Hessischen Sozialministerium initiierten Qualifizierungsprogramm für ehrenamtlich Engagierte wurden in 2010 insgesamt 6.250 Frauen und Männer weitergebildet. Seit dem Start des Programms 2001 sind 75.000 Engagierte qualifiziert worden. Das Land Hessen stellt dafür jährlich 350.000 Euro zur Verfügung.

„36 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger in Hessen sind ehrenamtlich tätig, so das Ergebnis des Freiwilligensurveys. Hinzu kommt ein steigendes Potenzial von Interessierten, das es zu erschließen gilt. Insbesondere bei den Älteren, die wertvolle Erfahrungen einbringen können und über Zeitressourcen verfügen, besteht eine hohe Bereitschaft, sich zu engagieren“, erklärte die Staatssekretärin. Hauptamtlich Beschäftigte und ehrenamtlich Engagierte seien keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung. Im Mix seien beide gerade für die soziale Arbeit sehr fruchtbar.

„Ein weiterer wichtiger Baustein der Ehrenamtsförderung ist die Kampagne der Hessischen Landesregierung ‚Gemeinsam aktiv – Bürgerengagement in Hessen“, erklärte Müller-Klepper. „Mit der Kampagne geben wir dem bürgerschaftlichen Engagement die Anerkennung, die es verdient.“ Ehrenamtliches Engagement sei nicht nur eine zentrale Grundlage der demokratischen Gesellschaft und wichtige Bedingung für ein tolerantes und friedliches Zusammenleben, sondern auch entscheidender Faktor für die Lebensqualität. „Das Leben der Bürgerinnen und Bürger in den Städten und Gemeinden wäre ohne Jugendgruppen, Besuchsdienste, Kunstvereine, Seniorenclubs, Umweltinitiativen und andere ehrenamtlich getragenen Initiativen ärmer. Der Zusammenhalt wäre geringer“, so die Staatssekretärin weiter. Die Landesauszeichnung für besonders bürgerschaftliches Engagement im sozialen Bereich, die jedes Jahr durch die Hessische Landesregierung verliehen wird, sei ein Zeichen der Anerkennung. Außerdem biete die Ehrenamtskarte, die 2006 auf Initiative der Hessischen Landesregierung eingeführt wurde, den ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger Wertschätzung für ihre Leistungen und ermöglicht für die Inhaber Vergünstigungen.

Die Gründe für ehrenamtliches Engagement, betonte die Staatssekretärin, hätten sich allerdings gewandelt. Ziel sei es heute, neue soziale Beziehungen zu schaffen, Freude an der Tätigkeit zu haben, Erfahrungen und Kompetenzen zu vermitteln, soziales Ansehen zu steigern und eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen. „Viele möchten sich dabei nicht lebenslang binden, sondern zeitlich befristet engagieren.“

Herausgeber: Hessisches Sozialministerium 

Redaktion: Ilja Koschembar

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