Politische Teilhabe
Hessen bezieht Kinder und Jugendliche in JFMK-Vorsitzjahr ein
Hessen führt im Vorsitzjahr der JFMK ein umfassendes Beteiligungsverfahren für Kinder und Jugendliche ein. Verschiedene Formate, wie ein Beteiligungstag in Darmstadt und altersgerechte Veranstaltungen, sollen deren Perspektiven zu Themen wie Kinderrechten, Medienbildung und digitaler Kompetenz einbeziehen. Die Ergebnisse werden dokumentiert und in politische Prozesse integriert.
02.04.2026
Hessen hat in diesem Jahr den Vorsitz der Konferenz der Jugend- und Familienminister*innen und -senator*innen (JFMK) inne. Bei den Konferenzthemen, die ihre Lebenswelt unmittelbar betreffen, sollen Kinder und Jugendliche im Vorsitzjahr eng einbezogen werden:
„Wir haben ein Beteiligungsverfahren entwickelt, das uns als Ressortverantwortlichen die Möglichkeit gibt, junge Menschen als Expertinnen und Experten in eigener Sache zu hören. Den Kindern und Jugendlichen gibt es die Gelegenheit, ihre Perspektive unmittelbar einzubringen – und das über die gesamte Dauer unseres Vorsitzes hinweg“,
kündigte Sozialministerin Heike Hofmann an.
Unterschiedliche Altersgruppen einbeziehen
Dafür sind gleich mehrere miteinander verzahnte Formate geplant, die unterschiedliche Altersgruppen einbeziehen und die im Leitantrag festgehaltenen zentralen Themen des Vorsitzjahres aufgreifen – etwa die Umsetzung der Kinderrechte, die Frage der Beteiligung, Medienbildung sowie die Vermittlung von Kompetenzen zu digitalen Inhalten und Demokratie. Den Auftakt bildet ein Beteiligungstag in Darmstadt am 21. März 2026 mit 35 Jugendlichen aus ganz Hessen, der von der Landesbeauftragten für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, Miriam Zeleke, zusammen mit Ministerin Hofmann durchgeführt wird.
„Wir werden in der Folge auch jüngere Kinder mit altersgerechten Formaten einbeziehen – unter anderem mit einem Kinderperspektiven-Tag der Fachstelle Kinderrechte und im Rahmen einer Studie der Goethe-Universität Frankfurt“, führte die Beauftragte aus. Ein weiterer Schwerpunkt folge im Dezember:
„Dann treten wir unmittelbar mit Kindern und Jugendlichen zu den Ergebnissen der Expertenkommission Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt in den Austausch. Die Ergebnisse aller Formate werden jeweils dokumentiert, gebündelt und für die fachpolitischen Beratungen aufbereitet – und natürlich mit den Kindern und Jugendlichen rückgekoppelt“,
so Zeleke weiter.
Perspektiven von Kindern und Jugendlichen einbeziehen
Inhaltlich übersetze Hessen damit das gemeinsame Verständnis der Länder in die Praxis, dass die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen bei jugend- und familienpolitischen Fragen besonderes Gewicht genießen und in die politischen Prozesse einbezogen werden müssten, sagte Ministerin Hofmann: „Wir gestalten Beteiligung in unserem Vorsitzjahr altersangemessen, themenbezogen und nachvollziehbar. Wir folgen damit dem Leitgedanken: geschützte Teilhabe, Schutz durch Teilhabe. Ich freue mich auf den Austausch, die Erkenntnisse und auf gute Ergebnisse!“, schloss Hessens Sozialministerin.
Quelle: Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales vom 20.03.2026
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