Koalitionsvertrag

Expert*innenkommission des BMBFSFJ für Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt

Die Bundesregierung hat eine Expert*innenkommission zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt eingesetzt. Sie soll Strategien und Handlungsempfehlungen für Bund, Länder und Zivilgesellschaft entwickeln – u. a. zu Altersgrenzen für Social Media. Neben Fachleuten sind auch Jugendbeteiligung und Länderbeirat vorgesehen. Ergebnisse werden bis Sommer 2026 erwartet.

22.09.2025

Wie im Koalitionsvertrag angekündigt hat die Bundesregierung eine inter- und transdisziplinäre Expert*innenkommission zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" einberufen. Bundesbildungsministerin Karin Prien stellte in der Bundespressekonferenz am 4.9.2025 die Mitglieder, Ziele und Arbeitsweise der Kommission vor. Ziel der 18-köpfigen Kommission ist es, eine Strategie für einen effektiven Kinder- und Jugendmedienschutz mit konkreten Handlungsempfehlungen für die zuständigen Akteur*innen wie Bund, Länder und Zivilgesellschaft zu erarbeiten, etwa im Hinblick auf eine Altersgrenze für Social Media. Zudem sollen Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachkräfte in ihrer Medienkompetenz gestärkt werden.

Die Bundesländer werden in einem Länderbeirat in den Arbeitsprozess der Kommission eingebunden. Als Beobachter*innen werden die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (UBSKM), der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen sowie der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien involviert. Durch geeignete Beteiligungsformate soll die Einbeziehung weiterer Expert*innen aus den betroffenen Themenbereichen und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft sowie der Rundfunkkommission der Länder sichergestellt werden. Zudem ist eine aktive Jugendbeteiligung vorgesehen. Die Kommission soll noch im Herbst 2025 ihre Arbeit aufnehmen und bis zum Sommer 2026 Ergebnisse liefern.

Quelle: Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e. V. (DIJuF) vom 08.09.2025