Gewaltprävention

Einrichtung eines Zentrums für Safe Sport

Auf Initiative des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) haben Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Sport und Gesellschaft gemeinsam über die Einrichtung eines künftigen Zentrums für Safe Sport beraten. Die Schaffung einer zentralen Einrichtung für sicheren und gewaltfreien Sport ist ein klarer Handlungsauftrag des Koalitionsvertrages.

30.03.2022

Es bestand Einvernehmen, dass

  • unter dem Dach eines Zentrums für Safe Sport Maßnahmen zur Prävention, Intervention und Aufarbeitung für den Spitzen- und Breitensport zum Schutz vor und zur Hilfe bei sexualisierter und interpersonaler Gewalt erfolgen müssen – ergänzend zu den bisherigen Aktivitäten im Sport und in staatlichen Stellen;
  • eine von Sport und Politik unabhängige zentrale Ansprechstelle für Betroffene noch in diesem Jahr eingerichtet und
  • eine Roadmap zur Umsetzung der weiter als notwendig und zweckmäßig erachteten Aufgaben eines Zentrums für Safe Sport erstellt werden soll.

Gesamtgesellschaftliche Akteure wie Mitglieder des Bundestages, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Vertreterinnen und Vertreter der Länder, des Deutschen Olympischen Sportbunds, der Deutschen Sportjugend, der Spitzensportverbände, des Arbeitsstabs des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, der Athleten Deutschland e.V. und der Deutschen Sporthochschule Köln haben in einem gemeinsamen Runden Tisch den weiteren Fahrplan hin zu einer Einrichtung für sicheren und gewaltfreien Sport erörtert.

Gewaltprävention im Sport

Die Schaffung einer zentralen Einrichtung für sicheren und gewaltfreien Sport ist ein klarer Handlungsauftrag des Koalitionsvertrages. Nicht erst seit dem Öffentlichen Hearing "Sexueller Kindesmissbrauch im Sport" der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs am 13. Oktober 2020 sind zahlreiche Fälle sexualisierter und interpersonaler Gewalt im Spitzen- und Breitensport bekannt geworden und in den Medien breit diskutiert worden.

Für alle Beteiligten ist klar: Den Worten müssen Taten folgen! Es geht um die Betroffenen, deren Lage schnell und spürbar verbessert werden muss.

Die vom BMI in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie zur Schaffung einer zentralen Einrichtung für sicheren und gewaltfreien Sport steht zum Download als PDF auf den Internetseiten des BMI zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt finden sich beim BMI.

Quelle: Bundesministerium des Innern und für Heimat vom 11.03.2022

Redaktion: Johanna Fock

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