Doku-Reihe
„Digitale Jugendarbeit – Hinter den Kulissen bei…“
Aktuell läuft beim „Jugendhilfe-Navi“ der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW eine mehrteilige Dokureihe zum Thema Digitale Jugendarbeit. Dafür hat das Team Fachkräfte aus der Jugendhilfe begleitet, um zu zeigen, wie es ihnen in den letzten Monaten ergangen ist, ob und inwieweit Digitale Jugendarbeit für sie Relevanz hat und was sie in der Zukunft noch vorhaben.
01.12.2020
Jugendeinrichtungen: Wie läuft ihr Weg in die Digitalität?
Schließungen von Jugendzentren, der Wegfall von Fortbildungen für Fachkräfte und Kontaktbeschränkungen: in den letzten Monaten ist die Jugendhilfe auf viele neue Herausforderungen gestoßen. Doch Fachkräfte aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit haben die Herausforderungen angenommen, sodass es zu einem regelrechten Boom von digitalen Angeboten auf Social Media und Streamingplattformen kam. Doch wie sieht eigentlich die Realität aus? Wie wird digitale Jugendarbeit wirklich umgesetzt? Wo gibt es Fortbildungsbedarf? An welche Grenzen wird gestoßen? Wie nachhaltig ist digitale Jugendarbeit tatsächlich? Und lassen sich digitale und analoge Angebote wirklich vereinen?
Um diese Fragen zu beantworten und zu zeigen, wie es tatsächlich hinter den Kulissen der Digitalen Jugendarbeit abläuft, hat das Jugendhilfe-Navi in der Dokumentationsreihe Fachkräfte aus Jugendeinrichtungen besucht, die über ihre Erfahrungen mit digitaler Jugendarbeit gesprochen haben. Ob eine Einrichtung für queere Jugendliche, eine Initiative für Bildung und Integration junger Migrant(inn)en oder ein digitales Jugendzentrum – die Interviewpartner/-innen und ihre Einrichtungen sind so vielfältig wie ihre Erfahrungen.
Das Ziel der Videos ist, dass sich Fachkräfte mit den Interviewpartner(inne)n identifizieren können und erkennen, dass die digitale Transformation ein Prozess ist. Dieser Prozess lohnt sich, denn nur so können durch kreative und innovative Ideen nachhaltige digitale Angebote und Möglichkeiten geschaffen werden. Die Videos sollen außerdem dazu beitragen, dass außerschulische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sichtbarer wird und erkannt wird, was diese Arbeit eigentlich beinhaltet und wie wichtig sie für die Gesellschaft ist.
Institutionen: Die neue digitale Realität
Digitale Jugendarbeit betrifft nicht nur Jugendeinrichtungen und Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Auch diejenigen, die sich auf Weiter- und Fortbildungen von Fachkräften spezialisiert haben, stehen seit einiger Zeit vor der Herausforderung, mithilfe kreativer und innovativer Formate den Weg in die Digitalität zu finden. Für den zweiten Teil der Doku wurden Expert(inn)en aus wichtigen Institutionen wie der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), dem Paritätischen Köln (erscheint noch) oder der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW (erscheint noch) hinzugezogen. Sie berichten dabei, wie sie mit ihrer Expertise neue Formate der Wissensvermittlung geschaffen, welche Tools sie dabei verwendet haben und wie denn eigentlich die allseits beliebte Netzwerk-Kaffeepause im digitalen Raum abläuft. Sie erörtern außerdem, ob es überhaupt noch eine Trennung von analog und digital gibt und wie ihrer Meinung nach die Zukunft der Kinder- und Jugendarbeit aussieht.
Seit September erscheinen die Folgen der zehnteiligen Doku im zwei-Wochen-Takt auf dem YouTube-Channel sowie allen Social Media Kanälen des Jugendhilfe-Navis.
Über das Jugendhilfe-Navi
Für viele Fachkräfte ist der Begriff Digitalisierung oftmals nicht greifbar, negativ konnotiert oder überfordernd. So kommt es dazu, dass Angebote für Kinder und Jugendliche sowie Fortbildungen für Mitarbeitende der Kinder- und Jugendhilfe bisher eher analog verblieben – der Bedarf an digitalen Lösungen hat sich allerdings durch die aktuelle Situation schlagartig geändert. Doch wie können Einrichtungen und Träger zielorientiert und strukturiert Medienkompetenz und digitale Souveränität erlangen und sicher an der Digitalisierung der Jugendhilfe partizipieren?
Das Jugendhilfe-Navi setzt genau an diesem Punkt an. Das vielfältige Format bietet im zwei-Wochen-Takt Videos an, die Orientierung im Medienbereich und zudem wertvolle Praxistipps für die Jugendhilfe geben. Mithilfe der Videos bekommen Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe zielgruppenspezifische Antworten auf Fragen und werden zusätzlich von Best Practice Beispielen erfolgreicher medienpädagogischer Formate dazu inspiriert, selbst aktiv zu werden.
Das Jugendhilfe-Navi ist ein Angebot der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW und wird durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein Westfalen gefördert.
Quelle: Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW
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