Klimakonferenz
Der nächsten Generation eine Zukunft geben
Der Klimawandel stellt die Menschheit vor enorme Herausforderungen. Beim European Climate Resilience Summit am 28. und 29. August in Wien diskutieren Wissenschaftler*innen, Politiker*innen und Jugendliche Wege zu mehr Klimaresilienz – von lokaler Anpassung bis zu globalem Wandel. Am Ende steht ein gemeinsamer „Call to Action“ für eine nachhaltige Zukunft der nächsten Generation.
03.09.2025
Angesichts des fortschreitenden Klimawandels ist der Aufbau einer Klimaresilienz-Strategie in Deutschland, Europa und weltweit für die nächsten Generationen entscheidend. Sie wird eine Voraussetzung für das Überleben der Menschheit und des planetaren Lebens sein. Eine solche Strategie beinhaltet notwendigerweise einen Wandel der Gesellschaft und Wirtschaft zu einer nachhaltigen Lebensweise und Produktion. Wie dies gelingen kann, diskutieren Wissenschaftler*innen der Päpstlichen Akademien der Wissenschaften und der Sozialwissenschaften mit Expert*innen und Jugendlichen der europäischen Städte und Regionen am 28. und 29. August in Wien auf dem „European Climate Resilience Summit“. Partner der Konferenz sind die Bertelsmann Stiftung, die Österreichische Akademie der Wissenschaften und der European Academies Science Advisory Council (EASAC). Am Ende steht ein „Call to Action“ und der Aufruf, sich in europäischen Netzwerken zu verbinden und den Wandel zu gestalten.
Das Ziel der Klimakonferenz in Wien ist es, den lokalen Akteur*innen und insbesondere der Jugend eine Stimme zu geben. Lokale Gemeinschaften und vielfältige Interessengruppen sollen in Diskussionen und Entscheidungsprozesse einbezogen werden, Erfahrungen austauschen und stabile Netzwerke bilden, die in der Fläche und vor Ort aktiv gestalten können.
„In den Städten, Kreisen und Regionen Europas müssen innovative und weitreichende Maßnahmen in übergreifenden Lösungskonsortien zum Klimaschutz entwickelt und umgesetzt werden. Nur dann haben die künftigen Generationen eine Chance, die Risiken nicht nur zu sehen und zu verstehen, sondern sie auch zu bewältigen“,
sagt Brigitte Mohn, Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, die an der Konferenz teilnimmt.
Zu der Veranstaltung wurden insbesondere auch die Bürgermeister*innen großer europäischer Metropolen eingeladen, denn sie sind diejenigen, die gegenüber den Bürger*innen vor Ort die Verantwortung tragen und die Risiken bewerten und bewältigen müssen - darunter Michael Ludwig, Bürgermeister von Wien, Anne Hidalgo, Bürgermeisterin von Paris, Matteo Lepore, Bürgermeister von Bologna, Ricardo Rio, Bürgermeister von Braga (Portugal), und Henriette Reker, Oberbürgermeisterin von Köln.
Die Konferenz ist die fünfte in einer Reihe von sieben Konferenzen der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften weltweit, so in den USA, Afrika und Europa. Die Bertelsmann Stiftung bringt sich mit ihren inhaltlichen Schwerpunkten als Finanzierungs- und Wissenspartner in die europäische Konferenz in Wien mit ein.
Wandel zu mehr Nachhaltigkeit
„Die Einbindung lokaler Gemeinschaften und Kommunen ist entscheidend für die Sicherung der Klimaresilienz“,
sagt Wim van Saarloos, Präsident von EASAC und emeritierter Professor für Theoretische Physik an der Universität Leiden. Die Strategie der Klimaresilienz ruht auf drei Säulen. Zentral war bislang die erste Säule – das Ziel, die Erderwärmung zu senken. Dafür müssen die Treibhausgas-Emissionen gesenkt, das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 eingehalten und der globale Temperaturanstieg auf weniger als zwei Grad Celsius begrenzt werden. Hinzu kommt als zweite Säule die Erkenntnis, dass die Menschheit sich und ihr Lebensumfeld den Bedingungen des Klimawandels anpassen muss, da er nicht mehr gestoppt werden kann. Diese Anpassung muss auf lokaler Ebene beginnen. Die dritte Säule ist der gesellschaftliche Wandel zu mehr Nachhaltigkeit.
„Gesellschaftlicher Wandel bedeutet für die Menschen eine grundlegende Veränderung der Werte und des Verhaltens zu mehr weltweiter Nachhaltigkeit“,
sagt Brigitte Mohn.
Der Jugend eine Stimme geben
Generationenübergreifende Verantwortung beginnt heute: mit der zentralen Einbindung der jungen Menschen in die Konferenz. Eine starke Beteiligung von Jugendlichen ist ein integraler Bestandteil der Veranstaltung. Katja Čič vom WHO Youth Council sagt:
„Wenn wir mit Jugendlichen zusammenarbeiten, wird Anpassung zu einer Bewegung – nicht nur zu einem Plan. Junge Menschen sehen und spüren die Risiken – und die Lösungen – klarer als die meisten anderen.“
Zwölf Arbeitsgruppen diskutieren die Aspekte der Klimaresilienz, die Leitung jeder der Gruppe liegt in den Händen der Jugendlichen. Sie arbeiten in ihren Teams Handlungsempfehlungen aus, die am Ende des Tages im Plenum als „Call to Action“ verabschiedet werden. Dabei sollen Gerechtigkeit sowie der Schutz armer und besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen – insbesondere von Kindern – mit Priorität behandelt werden. Der „Call to Action“ soll weltweit für die jungen Menschen eine Agenda des Wandels mit vielen Partner*innen und Verbündeten bilden, um ihre Visionen und Lösungen für ein gesundes Leben auf diesem Planeten realisierbar werden zu lassen.
Quelle: Bertelsmann Stiftung vom 28.08.2025
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