Corona-Pandemie
Delta-Variante verschärft Lage in Indonesien
Die Hilfsorganisation CARE ist zutiefst besorgt über die sich weiter verschärfende Coronakrise in Indonesien. Bisher wurden insgesamt über 2,3 Millionen Corona-Infektionen gemeldet, damit hat Indonesien aktuell die dritthöchsten Fallzahlen der Welt, obwohl die Testraten zu den niedrigsten im internationalen Vergleich zählen. Die aktuelle Corona-Welle ist vor allem auf die Delta-Variante zurückzuführen. Diese sorgt in Indonesien nicht nur für erhöhte Infektionsraten bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern, wobei die unter 18-Jährigen etwa 12 Prozent der aktiven Corona-Fälle ausmachen. Dies ist eine der höchsten Kinderinfektionsraten der Welt.
09.07.2021
„Die Situation ist wirklich dramatisch. Die Sauerstoffvorräte gehen zu Neige, die Krankenhäuser sind überfüllt und wir sind noch Wochen vom berechneten Höhepunkt der aktuellen Corona-Welle entfernt. Die Regierung schätzt, dass wenn es in diesem Tempo weitergeht, die Infektionsraten 50.000 Fälle pro Tag übersteigen könnten. Um eine vollständige Katastrophe abzuwenden, ist CARE auf finanzielle Unterstützung dringend angewiesen“, sagt Bonaria Siahaan, Länderdirektorin von Yayasan CARE Peduli (CARE Indonesien).
Besonders Familien und Frauen von Folgen betroffen
Vor allem für Familien und für Frauen ist die aktuelle Lage sehr schwierig. Obwohl sie oft selbst erkrankt sind, müssen sich Frauen um die Kinderbetreuung kümmern. Zusätzlich können sich viele Haushalte Isolation und Quarantäne nicht leisten, da sie auf ihr tägliches Einkommen angewiesen sind.
„Die Mischung aus finanziellem Stress, zusätzlicher Belastung und steigenden Gesundheitsproblemen durch das Virus werden zweifellos zu einer Zunahme an geschlechtsspezifischer Gewalt führen. Die nationale Frauenkommission berichtete bereits, dass sich im vergangenen Jahr die Gewalt gegen Frauen im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie verfünffacht hat. Hier dürfen wir nicht tatenlos wegsehen, sondern müssen Frauen und Mädchen zur Seite stehen“, so Siahaan.
CARE arbeitet seit 1967 in Indonesien und stellt während der Pandemie Einrichtungen zum Händewaschen, Schutzausrüstung, Bargeld-Gutscheine für Familien sowie Bargeld für Frauen bereit, die ihren Arbeitsplatz verloren haben. Mit ausreichender finanzieller Unterstützung will CARE nun gemeinsam mit der Regierung 31 Gesundheitszentren so umrüsten, dass sie die überfüllten Krankenhäuser entlasten können. Zudem sollen spezielle Kreißsäle für schwangere, mit dem Coronavirus infizierte Frauen errichtet und diese mit den nötigen Medikamenten ausgestattet werden.
Quelle: CARE Deutschland vom 08.07.2021
Termine zum Thema
-
26.08.2026
„Ich hab‘ doch beide lieb“ - Vom Umgang mit dem Umgang
-
29.08.2026
„KlickKompetenz – Gelassen im digitalen Familien-Wahnsinn”
-
30.09.2026
Online-Vortrag: Rückführungen planen sind gute Perspektiven
-
23.11.2026
Angebote nach § 42 SGB VIII – Kollegialer Austausch
-
17.12.2026
Ernsthaft heiter – Humor für Menschen in der sozialen Arbeit
Materialien zum Thema
-
Studie
Junge Engagierte unter Druck
-
Broschüre
Broschüre „Medikamente – Deine Rechte“
-
Monographie / Buch
Gesundheitsförderung und Prävention
-
Anleitung / Arbeitshilfe
Leitfaden für trans* Kinder und Jugendliche
-
Artikel / Aufsatz
Policy Brief - Soziale Teilhabe von Jugendlichen in stationären Jugendhilfe-Einrichtungen in Zeiten von Pandemien ermöglichen
Projekte zum Thema
-
MUTPraxis
Traumapädagogische Stabilisierung und psychosoziale Prävention im pädagogischen Alltag (MUTPraxis)
-
Universität Münster (JuPa-Quali)
JuPa - Soziale Teilhabe von Jugendlichen in stationären Jugendhilfe-Einrichtungen und Pflegefamilien in Zeiten von Pandemien ermöglichen
-
Medienwerkstatt Potsdam im fjs e.V.
Potsdamer Kinder- und Jugendportal „Hast'n Plan“
-
Schulen
Bewegungs-Pass an Grundschulen
-
AWO Kreisverband Pinneberg e.V. Jugendwerk Unterelbe
Ferienfreizeiten und Sprachreisen mit dem AWO Jugendwerk Unterelbe