Coronavirus
Caritas fordert mehr Covid-19-Tests: Leben gilt es zu schützen
Die Caritas weist auf eine sich möglicherweise weiter verschärfende Situation für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung in den sozialen Einrichtungen und Diensten hin. Notwendig seien mehr und verlässliche Kapazitäten für Mitarbeitende sowie Klientinnen und Klienten. Eine systematischere und zuverlässige Testung sei die Voraussetzung dafür, dass behutsam eine neue Form von Alltagsleben einsetzen kann.
28.04.2020
Mehr Testkapazitäten für Mitarbeitende und Risikogruppen
Die Caritas fordert mehr Covid-19-Tests für Mitarbeitende, Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung „Wir müssen in unseren Caritaseinrichtungen und –diensten das Leben von hilfebedürftigen Menschen schützen. Deshalb brauchen wir dringend mehr, verlässliche und regelmäßige Covid-19-Tests. Die uns immer wieder genannte Ressourcenfrage von Tests darf hier keine Rolle spielen, zumal zeitgleich eine Debatte um tausende von Tests für die Testung von Fußballspielern geführt wird“, so Caritas-Präsident Peter Neher.
Die jetzt ermöglichten und weiter geplanten Lockerungen und Öffnungen, so gerechtfertigt sie in vielen Bereichen sind, könnten die Infektionszahlen schnell wieder ansteigen lassen. Das verschärft die Situation für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung in den Einrichtungen und Diensten. „In unserer großen Sorge um die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Beschäftigten in unseren Einrichtungen warten wir auf eine Intensivierung von flächendeckenden Testungen“, unterstreicht Neher.
Testung als Voraussetzung für neue Formen des Alltagslebens
Tests sind nicht nur für Personal in stationären Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und Menschen mit psychischer Erkrankung dringend notwendig, sondern gerade auch für die ambulanten Dienste, die von einem Pflegeeinsatz zum nächsten fahren. „Aber auch die pflegebedürftigen Menschen und Menschen mit Behinderung und psychischer Erkrankung selbst müssen regelmäßig getestet werden, gehören sie doch zu den Menschen, die durch COVID-19 am stärksten gefährdet sind“, so Neher.
Eine systematischere und zuverlässige Testung ist die Voraussetzung dafür, dass behutsam eine neue Form von Alltagsleben einsetzen kann. Ein Einfaches zurück in die Vor-Corona Zeit wird es vermutlich so nicht geben. „Jede und jeder Einzelne ist deshalb in der Verantwortung, wachsam und rücksichtsvoll mit seinen Mitmenschen umzugehen, denn das Leben mit dem Virus wird uns noch eine ganze Weile herausfordern“, fügt der Caritas-Präsident hinzu.
Quelle: Deutscher Caritasverband e.V. vom 27.04.2020
Termine zum Thema
-
21.04.2026
VPK-PODIUM 2026 JUGENDHILFE NEU GEDACHT Was junge Menschen brauchen und was Systeme dafür ändern müssen
-
07.05.2026
Grundqualifizierung des Projektes "SCHNITTSTELLE.JUGEND - Fachkräfte an der Schnittstelle von psychischer Gesundheit und Radikalisierungsprävention stärken"
-
10.06.2026
Alltäglichkeiten in der Heimerziehung – Wie alltägliches Arbeiten im erzieherischen Kontext zu gelingender Entwicklung beitragen kann
-
16.09.2026
Umsetzung des institutionellen Schutzauftrages in Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung und Inobhutnahme
-
17.09.2026
Gelingende Zusammenarbeit mit Eltern
Materialien zum Thema
-
Artikel / Aufsatz
Policy Brief - Soziale Teilhabe von Jugendlichen in stationären Jugendhilfe-Einrichtungen in Zeiten von Pandemien ermöglichen
-
Broschüre
Der*Die perfekte Betreuer*in
-
Artikel / Aufsatz
Familienaktivierende flexible ambulante Hilfen zur Einschätzung familiärer Lebenswelten und zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten
-
Broschüre
Selbstorganisation von Eltern in der inklusiven Kinder- und Jugendhilfe fördern und ermöglichen - Anforderungen und Bedarfe von Eltern in der stationären Kinder- und Jugendhilfe - Abschlussbericht
-
Expertise / Gutachten
Neue Publikation im Rahmen des Projekts "JAdigital": Expertise zum Thema "Digitalisierung und die Hilfen zur Erziehung"
Projekte zum Thema
-
MUTPraxis
Traumapädagogische Stabilisierung und psychosoziale Prävention im pädagogischen Alltag (MUTPraxis)
-
Universität Münster (JuPa-Quali)
JuPa - Soziale Teilhabe von Jugendlichen in stationären Jugendhilfe-Einrichtungen und Pflegefamilien in Zeiten von Pandemien ermöglichen
-
FINDER e.V.
REBOUND – Lebens- und Risikokompetenz in der stationären Jugendhilfe
-
Philipps-Universität Marburg
Corona-Befragung für Familien
-
Forum Transfer: Innovative Kinder- und Jugendhilfe in Zeiten von Corona
Institutionen zum Thema
-
Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe
ProMädchen Mädchenhaus Düsseldorf e.V. - Anonyme Zuflucht
-
Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe
VielFalt gGmbH
-
Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe
Therapiezentrum Osterhof
-
Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe
Bunte Feuer GmbH
-
Verband / Interessenvertretung
Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH) – Funktionsbereich Kinder- und Jugendhilfe