Forschung und Praxis

bpb-Handbuch bündelt Wissensstand zu Gaming und Rechtsextremismus

Das neue Handbuch der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) versammelt erstmals 30 Beiträge von Expert*innen zu Rechtsextremismus in Gaming-Communitys. Es zeigt, wie Radikalisierung online funktioniert, stellt Präventionsansätze vor und bietet Grundlagenwissen. Es ist ab sofort zum Kauf erhältlich.

30.07.2025

Spätestens seit den Anschlägen von Halle (Saale) und Christchurch, Neuseeland, im Jahr 2019 werden Verbindungslinien zwischen Rechtsextremismus und Gaming diskutiert. Die Bundeszentrale für politische Bildung bringt nun erstmals führende Akteur*innen aus Forschungslandschaft und praktischer Bildungs- und Präventionsarbeit in einem zugänglichen Nachschlagewerk zum Themenkomplex Gaming und Rechtsextremismus zusammen, um umfassende Hintergrundinformationen und kritische Analysen anzubieten.

Die 30 Überblicksbeiträge zeigen auf, wie gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bestimmte Communitys durchdringt und wie es zu rechtsextremistischer Radikalisierung und Rekrutierung kommen kann. Sie zeigen aber auch, wie in Gaming-Communitys und mit Präventions- und Bildungsprojekten für eine tolerante und vielfältige Gesellschaft gestritten wird.

Ein Vorwissen in den Bereichen Gaming oder Rechtsextremismus ist nicht nötig. Grundlagentexte führen in soziale Kontexte von Gaming-Kulturen und die Bedeutung des Mediums für die politische Bildung ein. Charakteristika des gegenwärtigen Rechtsextremismus werden vorgestellt. Ein ausführliches Glossar erläutert zentrale Begriffe.

Der bpb-Sammelband „Handbuch Gaming & Rechtsextremismus“ kann als barrierefreie PDF und als barrierefreies ePUB abgerufen oder für 5 Euro Bereitstellungspauschale als Buch bestellt werden unter Handbuch Gaming & Rechtsextremismus.

Am 24. Juli stellen die Herausgeber*innen Aurelia Brandenburg (Hochschule der Künste Bern), Linda Schlegel (Peace Research Institute Frankfurt) und Felix Zimmermann (Bundeszentrale für politische Bildung) das Handbuch vor. Die Online-Buchvorstellung wird organisiert durch das Peace Research Institute Frankfurt (PRIF). Eine Anmeldung ist bis zum 22. Juli möglich.

Journalist*innen können sich für ein Rezensionsexemplar an presse@bpb.de wenden.

Weiterführende Informationen

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung vom 14.07.2025

Redaktion: Klara Neumann