Sozialpolitik

AWO fordert Chancengleichheit für Migranten

„Menschen mit Migrationshintergrund müssen die gleichen Rechte und Chancen eingeräumt werden“, fordert AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker angesichts der Tatsache, dass jeder vierte Migrant (26 Prozent) von Armut bedroht ist.

17.10.2011

Wie das Statistische Bundesamt <link http: www.jugendhilfeportal.de forschung sozialforschung artikel eintrag armutsrisiko-bei-migranten-hoeher external-link-new-window external link in new>heute mitteilte, liegt das Armutsrisiko von Migranten mehr als doppelt so hoch, wie das der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. „Nur eine Gleichstellung bietet ihnen die Möglichkeit, der Armut zu entkommen“.

„So müssen Menschen mit Migrationshintergrund zum Beispiel gleichberechtigt am Arbeitsmarkt teilhaben dürfen“, betont Döcker. Deshalb würde neben der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse eine abgestimmte, effektive und berufsbezogene Förderung Einzelner benötigt. Als weitere wichtige Maßnahme fordert Döcker die Abschaffung der so genannten Optionspflicht für eingebürgerte Jugendliche mit doppelter Staatsbürgerschaft. Dagegen lehnt sie das von der Bundesregierung geplante Betreuungsgeld als „absolut kontraproduktiv“ ab: „Alle Kinder müssen unabhängig vom Aufenthaltsstatus eine kostenlose frühkindliche und schulische Förderung erhalten.“

Quelle: Arbeiterwohlfahrt Bundesverband

Redaktion: Ilja Koschembar

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