Internationale Jugendpolitik

Austausch mit polnischen Partnerstrukturen

Der Bundesjugendring hat sich mit Vertreter*innen des Polnischen Jugendrings PROM und des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (DPJW) ausgetauscht. Zentrales Thema war die Situation in der Ukraine.

29.03.2022

Unterstützung für die Ukraine

PROM informierte über die engagierte Unterstützung von Geflüchteten an der Grenze zur Ukraine sowie in anderen Landesteilen durch seine Mitgliedsorganisationen. Seit der Gründung des DPJW vor 30 Jahren ist die Ukraine ein Teil des von ihm geförderten Jugendaustauschs. Zu den geförderten trilateralen Projekten zählen seit mehr als zehn Jahren über 100 ukrainisch-polnisch-deutsche Jugendbegegnungen jährlich.

Im gemeinsamen Gespräch dankten der Bundesjugendring und PROM dem DPJW für die rasche Hilfe durch das Sonderprogramm für die Zusammenarbeit mit der Ukraine, welches zivilgesellschaftlichen Akteuren eine unbürokratische Förderung bei der Unterstützung ukrainischer Partner ermöglicht.

Neue DPJW-Geschäftsführung auf polnischer Seite

DPJW-Geschäftsführer Stephan Erb informierte zudem über die Sitzung des Deutsch-Polnischen Jugendrats, dem höchsten Gremium des DPJW, das Ende Februar 2020 getagt hat. Dort wurde die Geschäftsführung auf polnischer Seite neu berufen. Die polnische Regierung hatte Dariusz Potasz vorgeschlagen, der über langjährige Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Bundesrepublik Deutschland verfügt. Seine Vorgängerin hatte im Dezember 2021 aus persönlichen Gründen ihr Amt zur Verfügung gestellt.

Ambitionierte Ziele für die deutsch-polnische Zusammenarbeit

Seit 2018 ist der Druck auf PROM von Seiten der polnischen Regierung gewachsen. Die staatliche Förderung wurde eingestellt, die Mittel für den EU-Jugenddialog wurden einem anderen Träger übertragen. PROM arbeitet deshalb auf ehrenamtlicher Basis.

Im Frühsommer 2022 werden Vertreter*innen von PROM nach Berlin kommen um mit dem Bundesjugendring über die Intensivierung der Zusammenarbeit zu beraten, etwa im Themenfeld Nachhaltigkeit.

Quelle: Deutscher Bundesjugendring vom 21.03.2022

Redaktion: Johanna Fock

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