Wissenschaftsministerkonferenz
Antisemitismus darf an Hochschulen keinen Platz haben
Der RIAS-Jahresbericht zeigt alarmierende Zahlen zu Antisemitismus in Deutschland– auch an Hochschulen. Die Wissenschaftsministerin Bettina Martin fordert entschlossenes Handeln, Aufklärung und Prävention. Jüdische Studierende müssen sich sicher fühlen. Die Hochschulen sind aufgefordert, wirksame Strategien zu entwickeln.
17.07.2025
Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) hat gestern ihren Jahresbericht vorgestellt. Dazu erklärt die Präsidentin der Wissenschaftsministerkonferenz und Wissenschaftsministerin Mecklenburg-Vorpommerns Bettina Martin:
„Der aktuelle Bericht von RIAS über antisemitische Vorfälle in Deutschland ist alarmierend. Auch an den Hochschulen in Deutschland ist die Anzahl der Übergriffe erschreckend stark angestiegen. Dieser Entwicklung muss an den Hochschulen entschieden entgegengetreten werden. Es geht um Maßnahmen der Aufklärung und der Prävention. Und selbstverständlich muss gegen antisemitische Vorfälle jeglicher Art mit aller Entschlossenheit schnell und eindeutig vorgegangen werden. Antisemitismus darf keinen Platz an deutschen Hochschulen haben. Es ist völlig inakzeptabel, wenn sich jüdische Studierende und Lehrende an den Hochschulen nicht sicher fühlen und aus Sorge vor Übergriffen ihre jüdische Identität verbergen. Hochschule sind aufgefordert, eigene Strategien zur Bekämpfung von Antisemitismus zu entwickeln.
Die Wissenschaftsminister*innen werden sich weiterhin auf der Grundlage ihres Aktionsplans mit den Hochschulen gegen Antisemitismus und Israelfeindlichkeit einsetzen. Im Zentrum stehen dabei Initiativen, die das Bewusstsein für Antisemitismus schärfen und die Prävention in unseren Bildungseinrichtungen stärken.“
Quelle: Kultusminister Konferenz vom 05.06.2025
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