Weltumwelttag

Wenn deine Jeans mehr von der Welt gesehen hat als du

Wie können junge Menschen aktiv dazu beitragen, dass unsere Lebensgrundlagen erhalten werden? 21 Projekte des Fachprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) unter Förderung des Bayerischen Umweltministeriums geben Antworten. Der Bayerische Jugendring zieht hierzu eine vorerst positive Bilanz.

19.06.2026

Zum Weltumwelttag am 5. Juni zieht der Bayerische Jugendring (BJR) eine vorläufige positive Bilanz des Fachprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), das er seit März 2025 gemeinsam mit Jugendverbänden und Jugendorganisationen im Rahmen von Workshops, Exkursionen, Fachtagen und Planspielen anbietet. Aktuell erfreuen sich bayernweit 21 BNE-Projekte zu Nachhaltigkeit, Klimawandel und sozialökologischer Transformation großer Beliebtheit. Das Fachprogramm wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert und läuft bis Ende 2026.

BJR-Präsident Philipp Seitz

„Der Klimawandel und die notwendige Abkehr von fossilen Energieträgern gehören zu den zentralen Veränderungsprozessen der Gegenwart. Junge Menschen sind davon besonders betroffen, denn sie müssen mit den Folgen des Klimawandels am längsten umgehen. Zahlreiche Untersuchungen wie die Sinus-Jugendstudie belegen: Junge Menschen sind bereit, zu handeln und ihre Sorge um den Klimawandel in kompetentes, zukunftsfähiges Engagement zu verwandeln. Hier setzen die BNE-Projekte an.“

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betont: 

„Für eine nachhaltige Zukunft brauchen wir die Ideen, die Kreativität und das Engagement der jungen Generation. Mit dem Bayerischen Jugendring haben wir einen starken Partner. Er erreicht mit seinen vielfältigen Bildungs- und Freizeitangeboten junge Menschen in ganz Bayern und macht deutlich: Bildung findet nicht nur im Klassenzimmer statt. Sie lebt überall dort, wo junge Menschen Verantwortung übernehmen, Zukunft gestalten und eigene Ideen einbringen. Mit dem Fachprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung schaffen wir gemeinsam eine starke Grundlage.“

Ein Beispiel für praktizierte Nachhaltigkeit ist das Angebot „Jetzt WELTfairÄndern!“, das die Diözesanen Fachstellen Jugendarbeit in mehreren bayerischen Bistümern machen und das sich an den Prinzipien des Fachprogramms BNE orientiert. Dazu gibt es Workshops wie „Weniger ist Meer – Plastik überall: Erfahre Zusammenhänge zwischen deinem Klamottenkauf, Beautyprodukten und dem nächsten Badeurlaub“ oder „FAIRreist! Die Reise meiner Kleidung – von der Baumwollplantage bis in deinen Kleiderschrank. Wenn deine Jeans mehr von der Welt gesehen hat als du.“

Im Rahmen des Fachprogramms werden aber nicht nur problematische Handlungszusammenhänge, Umweltbelastungen und soziale Ungerechtigkeit thematisiert, sondern stets auch Alternativen aufgezeigt. Wie kann ich zum Beispiel im Alltag Müll vermeiden? Wie aus alten Dingen Neues machen oder Defektes reparieren? Wie baue ich ein Insektenhotel, wie motiviere ich Freund*innen zu einer großen Müllsammelaktion in meiner Gemeinde? Diese Fragen und viele mehr behandelt unter anderem das BNE-Projekt „Mission – Zukunft“ von Feniks International im Haus für Integration und Begegnung in Dingolfing.

„Junge Menschen sorgen sich um die Zukunft unseres Planeten und wollen Teil der Lösung sein. Es ist wichtig, angesichts von Klimawandel, sozialer Ungerechtigkeit oder Artensterben nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern ins Handeln zu kommen“, unterstreicht BJR-Präsident Seitz

„Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung sind wichtige Prinzipien der Jugendarbeit. Wer sich als selbstwirksam erlebt, lebt auf. Für das Fachprogramm BNE gilt das in mehrfacher Hinsicht. Mein herzlichster Dank gilt allen Träger*innen und BNE-Partner*innen, die derzeit an vielen Orten mit jungen Menschen nachhaltige Alternativen erproben – und nicht zuletzt auch dem Bayerischen Umweltministerium für die Förderung des Fachprogramms.“

Quelle: Bayerischer Jugendring (BJR) vom 04.06.2026

Redaktion: Klara Neumann