DJI beim DJHT
Vorträge, Panels und Workshops
Über 50 DJI-Forschende präsentierten ihre wissenschaftlichen Ergebnisse in Vorträgen, Panels und Workshops in Leipzig beim 18. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag. Es wurden unter anderem die Ergebnisse des 17. Kinder- und Jugendberichts diskutiert. Außerdem wurde eine KomDat Sonderausgabe vorgestellt.
03.06.2025
Mehr als 30.000 Besucher*innen kamen laut Veranstalter vergangene Woche vom 13. bis 15. Mai zum 18. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) nach Leipzig. Forscher*innen des Deutschen Jugendinstituts (DJI) stellten dabei in 25 Vorträgen, Panels und Workshops wissenschaftliche Ergebnisse vor und diskutierten mit Vertreter*innen anderer Forschungseinrichtungen, Fachpraxis und Politik über derzeitige Entwicklungen der Kinder- und Jugendhilfe. Zudem präsentierten sich das DJI und der Forschungsverbund DJI/TU Dortmund auf einem gemeinsamen Messestand.
Als größter Jugendhilfegipfel Europas bringt der DJHT seit 1964 alle drei bis vier Jahre Fachkräfte, Forschende und politische Akteur*innen zusammen, um über zentrale Fragen der Kinder- und Jugendhilfe zu diskutieren, sich zu vernetzen und Impulse für die Weiterentwicklung der Praxis zu setzen.
Ergebnisse des 17. Kinder- und Jugendberichts
Die Frage, wie die Kinder- und Jugendhilfe junge Menschen in unsicheren Zeiten stärken könne, stand im Zentrum eines Panels zum 17. Kinder- und Jugendbericht (KJB). Moderiert von Prof. Dr. Jens Pothmann, Leiter der Abteilung „Jugend und Jugendhilfe“ am DJI, diskutierten Kommissionsmitglieder des Berichts mit Jana Borkamp, Abteilungsleiterin „Kinder und Jugend“ im Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), und Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Vorsitzender des Bundesjugendkuratoriums, die Ergebnisse des 17. KJB. Der Bericht wurde von einer unabhängigen Sachverständigenkommission erstellt, die von einer Geschäftsstelle am DJI unterstützt wurde. „Natürlich versuchen wir, die Erkenntnisse aus dem Kinder- und Jugendbericht aufzugreifen“, betonte Borkamp auf dem DJHT. Die Politik müsse insbesondere den Fachkräftemangel in der Kinder- und Jugendhilfe eindämmen und für eine auskömmliche Finanzierung sorgen.
In Fachbeiträgen der Forschenden des DJI ging es unter anderem um die Themen Partizipation im Ganztag, den Schutz vor sexualisierter Gewalt durch Gleichaltrige, Teilhabe für CareLeaver*innen, Kindergrundsicherung, politische Teilhabe, Sozialisation und Demokratieförderung im Jugendalter sowie Europäische Jugendpolitik und Fachkräftemangel sowie um das Ehrenamt in der Kinder-und Jugendhilfe.
Sonderausgabe KomDat zeigt Unterschiede der Kinder- und Jugendhilfe zwischen Ost- und West-Deutschland auf
Anlässlich des DJHT veröffentlichte zudem die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) des Forschungsverbunds DJI/TU Dortmund neue Analysen zum demografischen Wandel, Strukturveränderungen und Personaltrends der Kinder- und Jugendhilfe in Ostdeutschland. In einer Sonderausgabe des Informationsdienstes „Kommentierte Daten der Kinder- und Jugendhilfe", kurz „KomDat“, legen die Autor*innen den Fokus auf Besonderheiten der ostdeutschen Kinder- und Jugendhilfe in ausgewählten Arbeitsfeldern.
DJHT seit über 60 Jahren zentrales Forum der Kinder- und Jugendhilfe
Der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag hat sich seit der ersten Konferenz vor über 60 Jahren zu einem zentralen Forum der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland entwickelt. Mit seiner Mischung aus Fachkongress, Fachmesse und politischer Plattform trägt er wesentlich dazu bei, gesellschaftliche Entwicklungen frühzeitig aufzugreifen und die Weiterentwicklung von Praxis, Forschung und Politik gemeinsam voranzutreiben.
Weitere Informationen
18. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag 2025
KomDat 01/02-2025 „Kinder- und Jugendhilfe in Ostdeutschland im Fokus“
Quelle: Deutsches Jugendinstitut (DJI) vom 21.05.2025
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