CSD 2025
ver.di fordert Betriebsvereinbarungen zum Schutz vor homo-, bi- und transfeindlichen Übergriffen in der Arbeitswelt
Zum CSD 2025 macht ver.di deutlich: Queere Beschäftigte brauchen Schutz und Sichtbarkeit im Berufsleben. Die Gewerkschaft fordert verbindliche Betriebsvereinbarungen gegen homo-, bi- und transfeindliche Übergriffe, verpflichtende Schulungen zu Vielfalt und Inklusion sowie die klare Unterstützung durch Arbeitgeber*innen und staatliche Institutionen.
17.07.2025
Der Christopher Street Day (CSD) steht auch in diesem Jahr im Zeichen von Sichtbarkeit, Akzeptanz und Gleichberechtigung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intersexuelle sowie queere Menschen (LSBTIQ*). Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) setzt sich klar und deutlich dafür ein, dass Vielfalt nicht nur privat, sondern auch in der Arbeitswelt gelebte Realität ist.
„Das Recht auf ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld ist gerade in Zeiten politischer Polarisierungen unabdingbar, um ein friedliches Miteinander im Arbeitsalltag zu gewährleisten. Wir fordern daher verbindliche Betriebsvereinbarungen zum Schutz vor homo-, bi- und transfeindlichen Übergriffen sowie Aus- und Weiterbildungen für Beschäftigte und das Management zum Thema Vielfalt und Inklusion“,
sagte Silke Zimmer, für Frauen-, Gleichstellungs- und Genderpolitik sowie die Personengruppe Queer zuständiges ver.di-Bundesvorstandsmitglied.
Zur Anerkennung und Sichtbarkeit gehöre es auch, dass Beschäftigte von ihren Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern dabei unterstützt werden, wenn sie ihr Unternehmen als inklusiv in der Öffentlichkeit darstellen, beispielsweise bei der Teilnahme an CSD-Paraden.
„Dass die Bundestagsverwaltung ihren Beschäftigten eine sichtbare Teilnahme am Berliner CSD und das Hissen der Regenbogenflagge am Bundestagsgebäude untersagt, ist inakzeptabel. Der Staat und seine Institutionen sollten beispielhaft für unsere Demokratie auftreten und beim Schutz von Minderheiten voranschreiten, statt sich hinter einer vermeintlichen Neutralität zu verstecken“,
so Zimmer.
Immer häufiger kommt es auch in Städten und Regionen in Deutschland vor, dass sich Gruppierungen formieren, die Vielfalt und Menschenrechte infrage stellen und angreifen.
„Eine wachsende Intoleranz darf aber nicht zur Normalität werden. Deshalb rufen wir alle unsere Mitglieder und auch die politisch Verantwortlichen sowie die Arbeitgeberseite dazu auf, klare Kante gegen jede Form von Homo-, Trans- und Queer-Feindlichkeit zu zeigen und sich an den diesjährigen CSD-Aktivitäten vor Ort zu beteiligen“,
mahnte die Gewerkschafterin.
Quelle: ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft vom 30.06.2025
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