UN-Klimakonferenz
Terre des Hommes fordert Ausrichtung der Klimapolitik an Kinderrechten
Kinder brauchen Klimagerechtigkeit. Bei der UN-Zwischenkonferenz in Bonn drängt Terre des Hommes gemeinsam mit jungen Menschen weltweit auf eine klimafreundliche Politik, die Kinderrechte achtet – basierend auf dem UN-General Comment 26. Sie fordern Mitbestimmung und das Recht auf eine gesunde Umwelt.
08.07.2025
Auf der Klimakonferenz, die bis 26. Juni in Bonn stattfand, fordert Terre des Hommes gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aus zahlreichen Ländern mehr Engagement und eine klare Ausrichtung der Klimapolitik an den Kinderrechten. Die Kinder und Jugendlichen beziehen sich dabei insbesondere auf die Vorgaben des General Comment 26, einer allgemeinen Bemerkung zur UN-Kinderrechtskonvention, an der Terre des Hommes entscheidend mitgewirkt hat, und fordern eine gesunde und intakte Umwelt für Kinder und Jugendliche von heute und morgen.
Bei der Bonner „Zwischenkonferenz SB62“ diskutieren Regierungsdelegationen, Wissenschaftler*innen und Vertreter*innen von Wirtschaftsverbänden, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen, darunter auch Terre des Hommes, welche Inhalte den Klimagipfel bestimmen sollen, der vom 10. bis 21. November 2025 im brasilianischen Belém stattfindet.
„Kinder machen ein Drittel der Weltbevölkerung aus. Sie bleiben jedoch von der Klimapolitik ausgeschlossen und ihre Interessen werden trotz Versprechungen auf dem Papier nicht berücksichtigt. Der UN-Kinderrechtsausschuss hat mit dem General Comment 26 bestätigt, dass Umweltschäden und das nachlässige Vorgehen gegen die Klimakrise die Rechte von Kindern verletzen, insbesondere das Recht auf eine gesunde Umwelt“,
so Joshua Hofert, Vorstandssprecher von Terre des Hommes.
Terre des Hommes fordert die Regierungen auf, kindgerechte und rechtsbasierte Maßnahmen zu planen und zu ergreifen, die gemeinsam mit jungen Menschen entwickelt werden. Insbesondere vom Klimawandel stark betroffene Jugendliche sollen dabei mitbestimmen und ihr Recht auf Beteiligung wahrnehmen dürfen.
„Wenn die Klimaschutz-Maßnahmen und nationalen Arbeitspläne das Recht von Kindern und Jugendlichen auf eine saubere, sichere und gesunde Umwelt nicht gewährleisten, verfehlen sie endgültig das 1,5 Grad-Ziel des Pariser Abkommens. Staaten haben nicht nur eine moralische, sondern auch eine rechtliche Verpflichtung zu handeln. Internationale Klimapolitik muss die Rechte von Kindern gewährleisten“,
so Joshua Hofert.
Quelle: Terre des Hommes vom 24.06.2025
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