Familienforschung

Studie: Geschwister-Streit kann Depression auslösen

Eine Hausordnung kann in Familien vor Geschwister-Konflikten vorbeugen. Psychologen der University of Missouri haben in einer Langzeitstudie erkannt, dass Konflikte zwischen Geschwistern auch ein Jahr später zu psychischen Problemen führen können.

02.01.2013

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass Verletzungen des persönlichen Raumes und des Eigentums einzelner Kinder durch die Geschwister zu Ängsten und einem geringeren Selbstwertgefühl führen können. Wir vermuten, dass sich das bis zum Erwachsenenalter erhalten kann", sagt Studienautorin Nicole Campione-Barr.

Campione-Barr und ihre Kollegen untersuchten 145 Geschwisterpaare über ein Jahr lang. Die Kinder waren durchschnittlich zwischen zwölf und 15 Jahren alt. Die Jugendlichen bewerteten zunächst die Häufigkeit und Intensität der Konflikte mit ihren Geschwistern. Ein Jahr später wurden die jungen Menschen ein zweites Mal befragt, diesmal zu depressiven Stimmungen, Ängsten und ihrem Selbstwertgefühl.

Eltern als Streitschlichter

Die Forscher beleuchteten auch die Rolle der Eltern: "Auch wenn Eltern als Streitschlichter agieren können, unsere Befragungen zeigen, dass elterliche Eingriffe dem Geschwisterkonflikt sogar schaden können", sagt Campione-Barr. "Unsere Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Festlegung von Hausregeln das beste Mittel sein kann, um Streitigkeiten zwischen den Kindern und Jugendlichen beizulegen", die Expertin.

Eine Regel könnte etwa lauten: Wer in das Zimmer des anderen Kindes gehen möchte, sollte vorher anklopfen. Im nächsten Schritt möchte die Forscherin die positiven Aspekte der Geschwisterbeziehung untersuchen. "Denn starke und gesunde Familienbeziehungen sind immens vorteilhaft im späteren Leben", sagt Campione-Barr.

Quelle: <link http: www.pressetext.com news _blank external-link-new-window externen link in neuem>pressetext.redaktion

Redaktion: Anneli Starzinger

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