Medienbildung
Bildungsministerkonferenz stärkt Medienkompetenz und setzt auf verantwortungsvolle digitale Bildung
Die Bildungsministerinnen und Bildungsminister der Länder befassen sich unter der bayerischen Präsidentschaft im Jahr 2026 intensiv mit dem Umgang von Kindern und Jugendlichen mit sozialen Medien. Im Mittelpunkt steht dabei, Medienkompetenz zu stärken und eine verantwortungsvolle digitale Bildung im schulischen Kontext weiterzuentwickeln.
28.04.2026
Anna Stolz, Präsidentin der Bildungsministerkonferenz und Ministerin für das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus:
„Der Schutz von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Entscheidend dabei ist, dass junge Menschen lernen, sich sicher, reflektiert und verantwortungsvoll in digitalen Welten zu bewegen. Nur Kompetenz schafft Resilienz – im Netz und im echten Leben. Schule leistet hier einen zentralen Beitrag: Sie gibt Orientierung, stärkt Medienkompetenz und unterstützt Eltern durch Beratung und Begleitung. Denn nur gemeinsam können wir junge Menschen wirklich schützen und stärken.“
Christine Streichert-Clivot, A-Koordinatorin der Bildungsministerkonferenz und Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes:
„Soziale Medien sind längst ein fester Bestandteil im Leben junger Menschen. Doch nicht das Digitale an sich ist das Problem, sondern die fehlende Regelsetzung in digitalen Räumen. Deshalb dürfen wir Kinder und Jugendliche mit den daraus entstehenden Herausforderungen nicht allein lassen. Schule übernimmt hier eine zentrale Rolle: Gerade der analoge Raum Schule bietet Erfahrungen des Miteinanders, gibt Orientierung, stärkt Kompetenzen und eröffnet Raum für Reflexion. Gleichzeitig endet unsere Verantwortung nicht im Klassenzimmer. Auch wenn wir Plattformen nicht direkt regulieren können, gestalten wir die Orte, an denen junge Menschen lernen, sich sicher und kompetent in digitalen Welten zu bewegen. Diese Aufgabe geht uns alle an.“
Dorothee Feller, B-Koordinatorin der Bildungsministerkonferenz und Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen:
„Die intensive Debatte über Altersbeschränkungen zeigt, wie wichtig Orientierung im digitalen Raum ist. Schulen leisten hier einen wichtigen Beitrag. Sie stärken gezielt die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler, damit sie lernen, sich sicher, verantwortungsvoll und kritisch im Netz zu bewegen. Dabei beziehen sie ganz bewusst die Eltern ein, zum Beispiel mit Angeboten wie ‚Kompetent im Netz‘, um über Gefahren und Risiken in der digitalen Welt zu informieren.“
Die Länder bringen ihre Perspektiven in die laufenden Beratungen auf Bundes- und europäischer Ebene ein. Dazu gehört insbesondere der intensive Austausch mit der vom Bund eingesetzten Expert*innenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“, deren Ergebnisse nach Vorlage von der BMK sorgfältig ausgewertet und bewertet werden sollen.
Parallel dazu läuft derzeit der Abstimmungsprozess der Länder zu einer gemeinsamen Erklärung zum Umgang mit sozialen Medien im schulischen Bereich. Ein Beschluss dieser Erklärung ist für die 8. Sitzung der Bildungsministerkonferenz im Juni 2026 vorgesehen.
Die Bildungsministerkonferenz bekräftigt, dass ein wirksamer Kinder- und Jugendmedienschutz, die Stärkung von Medienkompetenz und die Teilhabe der jungen Menschen an der digitalen Welt gemeinsam gedacht werden müssen. Sie wird sich weiterhin aktiv in die Debatte einbringen und die Perspektive der Länder mit Nachdruck vertreten.
Quelle: Kultusministerkonferenz (KMK) vom 26.03.2026
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